Prof. Dr. Hans-Arno Müller


Forschungsinteressen
Signalnetzwerke in der Kontrolle morphogenetischer Systeme
Das Ziel der Forschungsprojekte in der AG Müller besteht darin, molekulare Mechanismen der Zelldifferenzierung während der Morphogenese mithilfe von genetischen und hochauflösenden zellbiologischen, biochemischen und biophysikalischen Methoden zu entschlüsseln. Für unsere Forschung benutzen wir das Insekt Drosophila melanogaster, einen etablierten Modellorganismus, der die Anwendung eines einzigartigen Methodenspektrums erlaubt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Aufklärung von evolutionär konservierten Signalnetzwerken, welche die Differenzierung und die Bewegung von Zellen und Geweben steuern. Ziel dieser Forschung ist es neben dem entwicklungsbiologischen Erkenntnisgewinn, langfristig Beiträge zur Entwicklung von diagnostischen und therapeutischen Verfahren in der Humanmedizin zu leisten.

Kommunikation subzellulärer Strukturen in der Regulation von Zellpolarität
Epithelzellen bilden die Grundstruktur eines großen Teils der Organe multizellulärer Tiere. Die Identifizierung von Regulatoren der Zellpolarität in Epithelien haben zur der Erkenntnis geführt, dass Interaktionen verschiedener subzellulärer Kompartimente in diesem Prozess von großer Bedeutung sind. Ein Kernthema der AG Müller ist es, am Beispiel des Drosophila-Embryos die Signalmechanismen zu verstehen, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Polarität in Epithelzellen notwendig sind. Dabei liegt das besondere Interesse an der Funktion von posttranslationalen Proteinmodifikationen und deren Regulation.

Interzelluläre Kommunikation in der Morphogenese
Fibroblastenwachstumsfaktoren (FGF) sind Signalmoleküle, die in der Kommunikation zwischen Zellen von Bedeutung sind. FGFs regulieren die Homöostase in Geweben und Organismen indem sie die Proliferation, Migration und das Überleben von Zellen kontrollieren. Fehler im FGF-Signalsystem führen im Menschen zu schweren Krankheiten (Krebs, zystische Fibrose, Dysplasien, u.v.a.). Unsere Arbeiten haben Komponenten eines neuen FGF-Signalsystems in Drosophila identifiziert und die Funktionen dieses Systems im epithelialen-mesenchymalen Übergang (EMT) und der kollektiven Zellmigration untersucht.



Berufliche Tätigkeiten
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2015
Professor (W3) für Entwicklungsgenetik an der Universität Kassel

2013 - 2015
Associate Dean of Research, College of Life Sciences, Dundee, GB

2010 - 2015
Deputy Head Division of Cell and Developmental Biology, Dundee, GB

2006 - 2016
Principal Investigator, College of Life Sciences, University of Dundee, GB

2001
Habilitation (Venia legendi: Genetik), Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf

2001 - 2006
C2 Hochschuldozent, Institut für Genetik, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf

1997 - 2001
C1 Wissenschaftlicher Assistent, Institut für Genetik; Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf

1994 - 1997
Postdoktorand, Dept. of Molecular Biology, Princeton University, USA

1992 - 1994
Postdoktorand, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Abteilung für Zellbiologie, Tübingen

1992
Promotion an der Eberhard-Karls-Universität, Tübingen



Rufe auf eine Professur

26.02.2015
Entwicklungsgenetik
Universität Kassel

20.09.2005
Allgemeine Genetik und Zytologie
Universität Ulm



Auszeichnungen

2013
Ernennung zum ‘Fellow of the Royal Society of Biology’

2006
Senior Non-Clinical Research Fellowship, Medical Research Council

2000
HFSP Short-Term Fellowship. California Institute of Technology, USA

1994
Postdoctoral Fellowship, Deutsche Forschungsgemeinschaft



Publikationen
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Zuletzt aktualisiert 2020-12-10 um 13:53