Drittmittelprojekt

Räumliche Planung und wohnungspolitische Standortentscheidungen in Südafrika


Zusammenfassung



Räumliche Planung und wohnungspolitische
Standortentscheidungen in Südafrika



September 2017 bis August 2020

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Prof. Dr. Uwe Altrock, Dipl.-Ing. Gerhard Kienast



Viele Jahre lang mussten Südafrikas Gemeinden mit Rechtsunsicherheit
bezüglich ihrer Planungsbefugnisse und mit der Überlagerung von
Planungsgesetzen umgehen, die unterschiedliche Regeln und Institutionen
beförderten. Viele Städte und Gemeinden sind mit einer riesigen Nachfrage nach
Wohnungen für Geringverdiener konfrontiert, die von den Bewohnern informeller
Siedlungen ausgeht. Gleichzeitig fordern übergeordnete Regierungsstellen die
Umsetzung von Wohnungsbauprogrammen, die nicht immer den lokalen Prioritäten
entsprechen.



Vor diesem Hintergrund versucht die Studie das gesicherte
Wissen über die Akteure zu vergrößern, die innerhalb und außerhalb der
Regierung an der Governance der Landnutzung und des Wohnungswesens beteiligt
sind, und über die (formalen und informellen) Regeln und Institutionen, auf die
sich die Akteure in diesem Prozess berufen. Die Studie wird untersuchen,
inwieweit wohnungspolitische Standortentscheidungen von gesetzlich geforderten
Planungsinstrumenten wie Raumentwicklungsplänen (spatial development frameworks) und den „Wohnungskapiteln“ der integrierten
Entwicklungsplanung geleitet werden. Analytische Governance-Konzepte werden
angewandt um strukturelle und kulturelle Einflussfaktoren auf konkrete Planungspraxen
zu erklären. Fallstudien aus verschiedenen Provinzen, die sich sowohl auf die
Aufwertung informeller Siedlungen als auch auf neue Wohnungsbauvorhaben
beziehen, sollen zur komparativen Erforschung der Raumplanungssysteme beitragen.
Durch die Verbindung von Governance- und Performanzanalysen der Planungspraxen
will die Studie auch zur internationalen Debatte über angemessene Ansätze der
Raumplanung in Schwellenländern beitragen, die von sehr großen wirtschaftlichen
Disparitäten und kultureller Differenz geprägt sind.



Projektlaufzeit: September 2017 bis August 2020

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Bearbeiter: Prof. Dr. Uwe Altrock, Dipl.-Ing. Gerhard Kienast



 


Zuletzt aktualisiert 2019-12-06 um 15:19