Drittmittelprojekt

Einsatz eines Wasserrucksackes in Bénin zur dauerhaften Versorgung mit trinkbarem Wasser


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 01/201201/2013


Zusammenfassung
Am Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft (FG SWW) der Universität Kassel wurde in den letzten Jahren ein Wasserrucksack entwickelt, der als Sofortmaßnahme nach Naturkatastrophen konzipiert ist. Kern des Wasserrucksacks ist ein Membranfiltrationsmodul, das über Poren im Nanomaßstab verfügt (40 nm bis 100nm), die Wassermoleküle durchlassen, Feststoffe und Krankheitserreger wie Bakterien und Parasiten aber wirksam aus dem Wasser herausfiltern. Das auf diese Weise membranfiltrierte Wasser ist somit feststofffrei. Die Erfahrungsrückläufe von den Einsatzorten sind spärlich, aber sehr positiv. Es handelt sich dabei ausschließlich um Hinweise zur Anwendung durch und zur Akzeptanz des Wasserrucksacks bei der notleidenden Bevölkerung. Messdaten aus dem Vor-Ort-Betrieb liegen nicht vor. Die jetzigen Einsätze, die teilweise bereits deutlich über ein halbes Jahr andauern zeigen, dass der Wasserrucksack offenbar auch für eine längerfristige Versorgung mit trinkbarem Wasser eingesetzt werden kann. Es mangelt jedoch an einem strukturierten Monitoring, um den Langzeit­einsatz, die Langzeitentwicklung der hydraulischen Leistungsfähigkeit des Wasser-rucksacks und die produzierten Wasserqualitäten in Abhängigkeit von der Roh-wasserqualität bewerten zu können. Hierbei steht v.a. die mikrobiologische Qualität der Wässer im Vordergrund. Ein solcher Langzeiteinsatz über einen Zeitraum von 12 Monaten in Bénin mit einem kontinuierlichen Monitoring der hydraulischen, betrieblichen und stofflichen Leistungsfähigkeit des Wasserrucksacks ist der Inhalt des Projektes.

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 13:49