Project without external funding

Management finanzieller Risiken


Project Details
Project duration: 01/199712/2001


Abstract
Finanzielle Risiken sind vielfältig. Eine Grobeinteilung in Marktrisiken, Kreditrisiken und operative Risiken bietet sich an. Die Übergänge zwischen den einzelnen Risiko-Kategorien sind fließend. Über die Wechselbeziehungen zwischen Risiken liegen nur unvollständige Erkenntnisse vor. Sogar der Risikobegriff ist umstritten. Somit ist zunächst eine operationale, umfassende und hinreichend präzise Definition des finanziellen Risikos in allen seinen wesentlichen Erscheinungsformen zu erarbeiten. Daran anknüpfend ist zu klären, wie das Management finanzieller Risiken zu konzipieren und praktisch umzusetzen ist. Hierbei sind sowohl mikroökonomische wie auch makroökonomische Bezüge und Anwendungsfelder herauszuarbeiten. Mikroökonomische Risk-Managment-Probleme treten z.B. auf in international agierenden güterwirtschaftlichen Unternehmen, in Finanzdienstleistungsunternehmen (z.B. Banken, Versicherungen), etc. Auf makroökonomischer Ebene sind Risk-Management-Aufgaben zu lösen etwa im Hinblick auf die Sicherung und Erhaltung der Stabilität des internationalen Finanzsystems, auf die Etablierung eines entwicklungs-und wachstumsfördernden Finanzsektors in den sog. "Transformationsstaaten", usw. Um den vielfältigen Herausforderungen bei der Abwehr finanzieller Risiken begegnen zu können, bedarf es einer soliden, konzeptionell umfassenden Theorie des Risikomanagements, die breit und allgemein genug ist, die vielfältige Facetten des finanziellen Risikos in sich zu vereinigen. Aus diesem Grund ist ein solcher Risk-Management-Ansatz zu entwickeln und auf seine forschungsprogrammatische Relevanz und Leistungsfähigkeit hin zu überprüfen. Darüber hinaus ist die praktische Umsetzbarkeit des Risk-Management-Ansatzes zu überprüfen, und zwar im Hinblick auf die zielführende Entwicklung und Implementierung von Instrumenten und Strategien zur Begrenzung oder Eliminierung finanzieller Risiken. Das Fine Tuning der Instrumente und Strategien hat hierbei vielfältigen Problemabstufungen sowohl qualitativer wie auch quantitativer Art Rechnung zu tragen. Beispiele sind das qualitative Bonitäts-Rating von Kreditkunden, die quantitative Differenzierung von Risiken bei unterschiedlichen Graden von Unsicherheit etc. Im einzelnen ist zu klären, - auf welchen theoretischen Fundamenten bestehende Instrumente zur Identifizierung finanzieller Risiken und des Risikomanagements beruhen - welche strategisch-taktischen Ansätze des Risikomanagements existieren - wie das instrumentelle sowie strategisch-taktische Risk Management optimiert werden kann.


Principal Investigator


Co-Investigators

Last updated on 2017-11-07 at 13:50