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Biografische Unsicherheit. Deutungsmuster und Lebensgestaltung von Frauen und Männern in den Umbrüchen der Arbeitsgesellschaft.


Project Details
Project duration: 04/199906/2002


Abstract
Die als neue Orientierungen gesellschaftlich forcierten Erwartungen an Mobilität, Flexibilität und Eigenverantwortung in der individuellen Lebensführung treffen in traditionell weiblichen und männlichen Lebenszusammenhängen auf unterschiedliche biographische Ressourcen, diese Erwartungen erfüllen zu können, sowohl den materiellen Möglichkeiten nach, als auch in den individuellen Motiven. Berufs- und Familienorientierungen und andere Bezugspunkte der individuellen Lebensführung werden unter der wachsenden sozialen Komplexität vermutlich eine Ausdifferenzierung und Pluralisierung erfahren, die sich von der traditionellen Geschlechterpolarität entfernen könnten. Neue Geschlechterarrangements für die Verbindung persönlicher Fürsorge und Strategien der ökonomischen Existenzsicherung werden notwendig. In welche Richtungen sind Veränderungen zu beobachten? In der öffentlich politischen Diskussion des "Wandels der Arbeitsgesellschaft" überwiegen ökonomische und ordnungspolitische Bezugsrahmen. In welchen sozialen Räumen und Öffentlichkeiten finden subjektive Bedürfnisse und Motive, individuelle Vorstellungen von Lebensformen Ausdruck und Bestätigung? Wo und wie werden diese Anliegen in der politischen Öffentlichkeit aufgegriffen? Die Frage nach den Bedürfnissen und ihrer politischen Interpretation ist theoretisch geleitet von der Diskussion um Fürsorglichkeit (care) in der feministischen Forschung; die Probleme der "Übersetzung" in politische Diskurse werden unter der theoretischen Perspektive des Verhältnisses von Öffentlichkeiten und Privatheit verfolgt.
Lehr- Forschungsprojekt mit Studierenden. Biografische Interviews; Analyse von Berichten in Medien.


Principal Investigator

Last updated on 2017-11-07 at 13:50