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Langfristige globale Wirtschaftstrends ("Zukunft der Wirtschaft")


Project Details
Project duration: 02/200105/2001


Abstract
Die deutsche Wirtschaft steht gegenwärtig unter erheblichem Problem- und Veränderungsdruck. Zu den internen Problemlagen, wie die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit, der demographische Wandel und die Entwicklungsschwäche der ostdeutschen Wirtschaft, kommen externe Herausforderungen, wie beispielsweise die integrative Vertiefung und Erweiterung der Europäischen Union, der institutionelle Regimewettbewerb, die Ausbreitung digitaler Technologien und die Veränderung globaler Wertschöpfungsketten und Unternehmensstrategien, hinzu. Vor diesem Hintergrund arbeitet die Studie zentrale Entwicklungstrends der deutschen Wirtschaft anhand einer Auswertung und Diskussion der vorliegenden wirtschafts- und politikwissenschaftlichen Literatur heraus. Die Berücksichtigung institutioneller Regulationsformen, der Umweltproblematik und auch Fragen der Migration macht deutlich, dass wirtschaftliche Entwicklungsprozesse im gesellschaftlichen und stofflichen Kontext zu betrachten sind. Einerseits ist die damit verbundene Unsicherheit zu berücksichtigen, andererseits verweist dieser Kontext aber auch auf die Relevanz gesellschaftspolitischer Ziele, Strategien und Machtverhältnisse. In diesem Zusammenhang werden insbesondere die Gewerkschaften als ökonomischer und politischer Akteur angesprochen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass weder die zu erwartende verhaltene Wachstumsdynamik in einer Größenordnung von rund 2 Prozent pro Jahr noch die absehbare demographische Entwicklung einen signifikanten Rückgang der Arbeitslosigkeit in den nächsten zehn Jahren begründen. Die anhaltende internationale Wettbewerbs- und Exportstärke wird mit einer binnenwirtschaftlichen Nachfrageschwäche teuer erkauft. Darüber hinaus kann mit einem zügigen Aufholprozess der ostdeutschen Wirtschaft auf 80% des westdeutschen Niveaus bis zum Jahr 2010 nicht gerechnet werden.

Last updated on 2017-11-07 at 13:50