Project without external funding

Weitergehende Regenwasserbehandlung durch Siebung und Bodenfiltration


Project Details
Project duration: 04/199412/1999


Abstract
Die Stoßbelastung von Mischwassereinleitungen aus Regenentlastungsbauwerken ist insbesondere für die Ökologie kleiner Vorflutgewässer extrem schädlich. Der Abwasserverband Fulda, der in seinem Kanalnetz zahlreiche Regenentlastungen betreibt, die auch in sehr kleine Gewässer entwässern, ist daher bestrebt, weitergehende Methoden der Regenwasserbehandlung in der praktischen Anwendung weiterzuentwickeln. Die Besonderheit der Bodenfiltration gegenüber anderen Verfahren der Regenwasserbehandlung liegt in dem weitgehenden Stickstoffrückhalt. Dieser ist besonders für schwache Vorfluter von großer Bedeutung. Aber auch die hydraulische Belastung wird durch eine solche Maßnahme verzögert und vergleichmäßigt. Das Hauptaugenmerk der wissenschaftlichen Begleitung des Pilotprojektes "Weitergehende Regenwasserbehandlung durch Siebung und Bodenfiltration" ist die Prüfung, ob diese Form der Behandlung eine sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Regenwasserbehandlung darstellt. Dazu sind Frachtbilanzen zu erstellen, die auf genauen Abflußdaten und Konzentrationsmessungen beruhen. Da über Qualität und Quantität von entlastetem Mischwasser bisher nur wenig detailliertes Datenmaterial vorliegt, ist diese Datenerhebung eine weitere wichtige Aufgabe dieser Untersuchungen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Technische Hydraulik und Ingenieurhydrologie, das für die Abflußmessung, den Betrieb und die Aufzeichnung der Daten verantwortlich ist, durchgeführt. Das FG Siedlungswasserwirtschaft ist für die Probenahme, die Analytik der Proben und die Auswertung und Interpretation der Ergebnisse zuständig.

Last updated on 2017-11-07 at 13:50