Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Ökonomische Wirkungsanalyse der Städtebauförderung in Mecklenburg-Vorpommern


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 08/199707/1998


Zusammenfassung
Seit über 25 Jahren ist die Städtebauförderung von Bund und Ländern ein wichtiges Instrument zur Erhaltung, Sanierung und Revitalisierung von Städten und Gemeinden. Nach der Wende wurde die Förderung auf die neuen Bundesländer ausgeweitet, was angesichts des enormen städtebaulichen Nachholbedarfs der ostdeutschen Städte und Gemeinden dringend notwendig war und zum damaligen Zeitpunkt nicht weiter begründet werden mußte. Nach einer gewissen Zeit des Einsatzes bedürfen Subventionen aber immer der Legitimation, zumal wenn - wie bei der Städtebauförderung für die neuen Bundesländer - der Mitteleinsatz enorm ist und die Mittel zum Teil durch eine Reduzierung der Förderung in den alten Bundesländern aufgebracht worden sind. Von den über 14 Mrd. DM Finanzhilfen des Bundes (ohne Sonderprogramme), die seit 1971 im Rahmen der Städtebauförderung ausgezahlt wurden, haben die fünf neuen Länder seit Anfang 1991 allein rund 6 Mrd. DM erhalten. Von den 600 Millionen DM an Bundesmitteln, die 1997 für die Städtebauförderung zur Verfügung standen, waren 520 Millionen DM für den Osten Deutschlands vorgesehen. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, die Städtebauförderung in Ostdeutschland auf den Prüfstand zu stellen.

Die vorliegende Expertise tut dies exemplarisch für das Land Mecklenburg-Vorpommern. Sie verfolgt dabei das Ziel, die Wirkungszusammenhänge zwischen Mitteleinsatz und ökonomisch relevanten Zielgrößen zu eruieren. Andere nicht-ökonomische Ziele der Städtebauförderung (Verbesserung der baulichen Struktur, Verbesserung der Siedlungsstruktur, Denkmalschutz, etc.) wie sie etwa ? 136, Abs. 4 BauGB benennt, werden hierbei ausgeblendet. Im Mittelpunkt der ökonomischen Wirkungsanalyse stehen im wesentlichen sechs Zielgrößen:

? die durch die Städtebauförderung angestoßenen anderen öffentlichen Investitionen
? die durch die Städtebauförderung angestoßenen privaten Investitionen
? die durch alle öffentlichen Mittel angestoßenen privaten Investitionen
? das durch die Städtebauförderung angestoßene Bauvolumen
? die durch die Städtebauförderung angestoßene Beschäftigung
? die durch die Städtebauförderung verbesserte Standortattraktivität.



Projektleitung


Weitere Projektbeteiligte

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 13:51