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Engendering makroökonomischer und außenhandelspolitischer Maßnahmen.


Project Details
Project duration: 06/200307/2003


Abstract
In meinem Forschungsvorhaben gehe ich der Frage nach, wie theoretisch-konzeptionelle Ideen und Ansätze Eingang in die politische Agenda multilateraler Organisationen finden und einen Politikwandel erwirken. Diese Fragestellung bearbeite ich am Beispiel feministischer Ansätze in den Bereichen der Makroökonomie und Außenhandelspolitik.
Seit den 1990er Jahren setzen sich Aktivistinnen der internationalen Frauenbewegung mit der neoliberalen Restrukturierung der globalen Ökonomie, die von den zentralen Institutionen der Weltwirtschaft (wie z.B. der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation) forciert wird, auseinander. Sie kritisieren die geschlechtsblinde Konzeption makroökonomischer und außenhandelspolitischer Maßnahmen. Sie fordern alternative Ansätze, in denen das Geschlechterverhältnis Berücksichtigung findet und dadurch die Gleichstellung der Geschlechter weltweit erzielt wird. Dabei bilden die theoretischen sowie politisch-konzeptionellen Ansätze feministischer Ökonominnen die Grundlage für die politische Arbeit der Aktivistinnen. Feministische Ökonominnen treten auch durch ihre Beratungsarbeit in bi- und multilateralen Organisationen direkt als Akteurinnen auf. Zugleich haben sich feministische Ökonominnen in einem "Wissensnetzwerk" organisiert, in denen neben ihnen auch AkteurInnen aus multilateralen Organisationen (z.B. United Nations Development Programme, UNDP) und aus Stiftungen (z.B. Ford Foundation) vertreten sind. Das Netzwerk bietet eine Plattform für den Austausch zwischen wissenschaftlicher und politischer Expertise. Um ermitteln zu können, unter welchen Bedingungen und in welcher spezifischen Weise die konzeptionellen Ansätze der feministischen Ökonomie in multilateralen Organisationen aufgegriffen werden, analysiere ich, wie der Wissens- und Ideentransfer zwischen den genannten Akteursgruppen verläuft und ihr Handeln beeinflusst. Während des Forschungsaufenthaltes in den USA konzentriere ich mich auf die Untersuchung des Beziehungsgeflechtes zwischen feministischen Ökonominnen, Aktivistinnen in Initiativen und Netzwerken zu den Themen "Gender Budgeting" und "Gender and Trade", multilateralen Organisationen und privaten Stiftungen. Hierfür führe ich mit den relevanten AkteurInnen leitfadenorientierte ExpertInneninterviews.

Last updated on 2017-11-07 at 13:53