Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Internationale Frauenuniversität, Projektbereich "City and Gender"


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 01/199912/2000


Zusammenfassung
Die ifu experimentiert mit einer intensiven Form der Internationalität, die weit über die übliche Kooperation mit ausländischen Wissenschaftlern hinausgeht. Die Forschungsfragen werden aus weltweiter Sicht gestellt, die empirische Bearbeitung der Themen auf wichtige geopolitische Brennpunkte fokussiert und die Lösungsansätze für die Praxis überregional tranferfähig gestaltet. Im Kasseler Projektbereich "City and Gender" werden Weltmetropolen aus Nahost, Lateinamerika und Europa als Fallbeispiele in die Untersuchung einbezogen. Kolleginnen aus allen Weltregionen werden für 100 Tage in Kassel lehren und forschen. Dabei wird die Begegung von Kunst und Wissenschaft angestrebt. Während der ifu werden Erkenntnisse der internationalen Gender Studies in Forschungsperspektiven zusammengeführt. Für die Frauenforschung im Bereich der Stadtplanung ist es eine wissenschaftliche Herausforderung, eigene Erkenntnisse in den Zusammenhang der Probleme von Weltmetropolen zu stellen. Konzept des Projektbereichs "City and Gender" Ausgangspunkt und Zielsetzung Die Verstädterung ist ein weltweites Phänomen: Bereits heute lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in verstädterten Regionen. Die Stadt ist der Ort, an dem die brisanten gesellschaftlichen Entwicklungen der Globalisierung, der Ausbeutung menschlicher und natürlicher Ressourcen sowie der internationalen Migration sich räumlich konzentrieren. Zugleich war und ist die Stadt auch immer ein Ort emanzipativer biographischer und gesellschaftlicher Entwürfe. In diesem Projektbereich soll am Beispiel konkreter Städte untersucht werden, wie die historisch und kulturell unterschiedlichen Geschlechterverhältnisse die räumlichen und gesellschaftlichen Strukturen dieser Städte beeinflußt haben und welche Wirkungen die aktuellen Tendenzen der Verstädterung auf das jeweilige Geschlechterverhältnis haben. Werden hierarchische Strukturen verfestigt, verändert oder auch abgebaut? Vier thematische Schwerpunkte (main topics) wurden gewählt, die für unterschiedliche Zugänge zu den Fragestellungen stehen. In einer international vergleichen Analyse werden die städtischen Dimensionen von Zivilität, sozialer Polarisierung, Nachhaltigkeit und symbolischer Zeichen untersucht. Dieser Vergleich konzentriert sich vorwiegend auf ausgewählte Weltregionen, repräsentiert durch die Städte Santiago de Chile (Lateinamerika), Berlin (Europa), Tel Aviv und Istanbul (Mittler Osten).


Projektleitung

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 13:53