Externally funded project

Erkennung von Wirtschaftskriminalität und Versicherungsbetrug (EWV)


Project Details
Project duration: 01/201512/2017


Abstract


Ziel des Verbundprojekts „Erkennung von Wirtschaftskrimi­nalität und Versicherungsbetrug (EWV)“ ist es, Methoden des Versicherungsbetrugs formal darzustellen und Mecha­nismen zu ihrer automatisierten Aufdeckung zu entwickeln. Am ITeG werden hierzu zwei rechtswissenschaftliche Teil­vorhaben bearbeitet: Das Fachgebiet Öffentliches Recht, IT - Recht und Umweltrecht bearbeitet die „Datenschutz­rechtlichen Anforderungen“, die Projektgruppe verfas­sungsverträgliche Technikgestaltung (provet) bearbeitet vordergründig die beweisrechtlichen Anforderungen an das technische System.



Wirtschaftskriminalität und Versicherungsbetrug verursachen einen jährlichen Gesamtschaden in Milliardenhöhe. Um diesem Phänomen entgegen­zuwirken, arbeitet im Rahmen des BMBF - geförder­ten Verbundvorhabens EWV ein interdisziplinäres Team aus Juristen, Informatikern, Wirtschaftswis­senschaftlern und Psychologen daran, bestehende Betrugserkennungsverfahren zu optimieren und neue technische Präventions- und Aufdeckungs­verfahren zu entwickeln.



Im Teilvorhaben „Datenschutzrechtliche Anfor­derungen“ sind einerseits die legitimen Sicher­heits- und Aufklärungsinteressen der betroffenen Versicherer, Wirtschaftsunternehmen und staatli­chen Stellen zu berücksichtigen, andererseits die grundrechtlich geschützten Persönlichkeitsrechte betroffener Personen. Die datenschutzrechtlichen Vorgaben für die zu erforschenden Technologien werden analysiert und Vorschläge für eine rechts­konforme Gestaltung und einen rechtskonformen Einsatz formuliert. Hierdurch wird die rechtliche Zulässigkeit der automatisierten Aufdeckungsme­chanismen sichergestellt und ein Beitrag zur späte­ren Akzeptanz und wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Verfahren in der Praxis geliefert.



Das Teilvorhaben „Rechtliche Anforderungen und Gestaltung IT - forensischer Systeme“ untersucht grund - und beweisrechtliche Fragestellungen. Einerseits soll ein möglichst grundrechtsschonen­der Einsatz automatisierter Betrugserkennungser­kennungsverfahren gewährleistet werden, sodass ihr Einsatz nicht nach der Entwicklung an grund­rechtlichen Hürden scheitert. Andererseits muss den mit Hilfe der eingesetzten Forensikverfah­ren erzeugten Beweismitteln eine hohe gericht­liche Beweiskraft zukommen. Flankierend sollen daraus auch Vorschläge für die Fortentwicklung des Rechtsrahmens für den Einsatz von IT - Forensi­scher Software erarbeitet.



Last updated on 2019-01-07 at 14:07

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