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Bodenkundliches Gutachten zum Nährstofffreisetzungspotenzial im Wiesensee


Project Details
Project duration: 09/200611/2006


Abstract
In diesem Vorhaben soll untersucht werden, ob ein erhöhter Eintrag und die Ablagerung von Feinsedimenten aus den Zuflüssen des mehrfach genutzten Wiesensees, die Füllstandsbewirtschaftung sowie die derzeit durchgeführte Fischbewirtschaftung eine Erhöhung der Nährstoffkonzentrationen im Seesediment zur Folge hat. Dazu werden umfangreiche Gewässer- und Sedimentuntersuchungen im Tiefenprofil auf Nährstoffe und physikalische Parameter analysiert und ausgewertet. Der Wiesensee ist ein hypertropher Flachwassersee mit einer Gesamtfläche von 80 ha, einer maximalen Tiefe von 5 m und einer minimalen Tiefe von 2 m. Er wird über den östlich gelegenen Zulauf des Seebaches und über einen Grundwasserzufluss, der westlich des Sees aus einem Altstollen mit etwa 20 ? 25 l/sek. heraustritt, gespeist. Der Seebach führt bei MNQ ca. 40 ? 60 l Wasser und eine nicht unerhebliche Sedimentfracht, die im See abgelagert und zu einer verstärkten Verlandung des Wiesensees führt.Die punktuellen Nährstoffeinträge aus dem Einzugsgebiet des Wiesensees gelangen über Regenüberlaufbecken und Regenüberläufe der drei Anliegergemeinden mit etwa insgesamt 3.000 Einwohnern direkt, oder über den Zulauf des Seebachs in den See. Die diffusen Einträge stammen aus intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen und einen zu einem Hotelkomplex gehörenden Golfplatz, der in den nächsten Jahren erweitert werden soll. Seit einigen Jahren treten im Wiesensee verstärkt Probleme auf (Verlandung, flächendeckendes Makrophytenwachstum und (Blau-)Algenblüten durch erhöhten Nährstoffeintrag, Sauerstoffmangel, Fischsterben, erhöhte Geruchsemissionen, Schaumbildung und Erosionserscheinungen), die der prioritären touristischen Nutzung des Sees entgegenwirken.

Last updated on 2017-11-07 at 13:55