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Profession und Geschlecht. Handlungsstrategien von Frauen und Männern zur Sicherung von "Nahrung" im gelehrten Milieu der deutschen Frühaufklärung


Project Details
Project duration: 07/200006/2002


Abstract
Im Mittelpunkt des Projektes stehen - am Beispiel der Helmstedter Professorenfamilien - die Veränderungen im Geschlechterverhältnis des "gelehrten Milieus" während der "formativen Phase des Bürgertums" (M.Maurer). Die Wahl der Kategorie "Milieu" erlaubt die männliche Berufsgruppe "Professoren" umfasend in den von beiden Geschlchtern getragenen Lebenszusammenhängen zu analysieren. Nicht nur das Einkommen des Mannes trug zum Unterhalt der Familie bei, vielmehr beteilgten sich beide Geschlechter mit den ihnen eigenen Weisen am Erwerb der standesgemäßen "Nahrung". Die Rolle der Ehefrau für die Gestaltung des gelehrten Milieus ist bisher aufgrund der von der modernen Dichotomie "öffentlich" - "privat" geprägten wissenschaftlichen Wahrnehmung unsichtbar geblieben und auf ihre Versorgungstätigkeiten reduziert worden. Demgegenüber werden in diesem Projekt mit Hilfe der Transferkategorien "Profession"/"Professionalisierung" zum einen die Bedeutung der Arbeit von Frauen für den und im Professorenhaushalt, zum anderen die daran geknüpften Zugangsformen von Frauen zu Bildung und Wissenschaft untersucht, also ihr Anteil am "sozialen" und "symbolischen" Kapital des "gelehrten Milieus" belegt.


Co-Investigators

Last updated on 2017-11-07 at 13:56