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Umweltgerechte Reaktivierung der Wasserkraftkaskade an der Mahlgera (Thüringen)


Project Details
Project duration: 07/199710/1999


Abstract
Die Wasserkraftnutzung an der nördlich von Erfurt gelegenen Mahlgera kam in der DDR zum Erliegen. Nach Abbau der Schützen des Hauptwehres, das den Zufluß aus der Wilden Gera für ehemals elf Mühlen und Kleinstwasserkraftwerke regelte, verminderte sich der Durchfluß in der Mahlgera von 2,5 m?/s auf 0,2 m?/s. Nun ist beabsichtigt sechs der ehemaligen Mühlen als Kleinstwasserkraftwerke zu reaktivieren. Voraussetzung der Reaktivierung der Anlagen, ist die Rekonstruktion des Gerawehres, um den Durchfluß in der Mahlgera zu erhöhen. Die Anhebung des Wasserspiegels wird eine Veränderung des Grundwasserspiegels zur Folge haben. Im Bereich der Ortschaften kann dies zu einer Vernässung der Keller führen. Außerhalb der Ortschaften ist eine Vernässung der Äcker und des Graslandes in der Aue zu erwarten.
Die wissenschaftliche Untersuchung umfaßt die Untersuchung der Ausgangssituation. Mittels täglicher Pegel-und Grundwassermessungen werden die Wasserstände verfolgt. Die Vegetation wurde auf einer geeigneten Dauerbeobachtungsfläche mittels pflanzensoziologischer Aufnahmen, die Fauna mittels Elektrobefischung und Benthosuntersuchungen belegt. Die Gewässerstrukturgüte wurde für den gesamten Gewässerverlauf erhoben. Ebenso wurden Boden- und Sedimentproben genommen und ausgewertet. Um mögliche Vernässungen von Kellerräumen zu beurteilen wurden exemplarische Gebäudekeller vermessen. Aufbauend auf der Bestandsaufnahme erfolgt eine Prognose der Entwicklung nach der Realisierung des Projektes.
Es ist vorgesehen die wissenschaftliche Untersuchung bis nach vollständig erfolgter Reaktivierung der Wasserkraftkaskade an der Mahlgera fortzuführen, um die ökologischen Veränderungen zu dokumentieren.

Last updated on 2017-11-07 at 13:57

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