Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Kollektive Interessenvertretung im Prozeß der organisatorischen Umgestaltung kommunaler Unternehmen


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 02/200003/2001


Zusammenfassung
Veränderte Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Qualität öffentlicher Dienste und die Finanzkrise der öffentlichen Haushalte haben zu weitreichenden Reorganisationsmaßnahmen im kommunalen Sektor geführt. In der Zusammenschau läßt sich dieser Prozeß als Dezentralisierung und Fragmentierung beschreiben: Kommunalverwaltungen dezentralisieren ihre internen Strukturen durch die Einführung von Budgetierung und dezentraler Ressourcenverantwortung; Ausgliederungen und Privatisierungen kommunaler Unternehmen führen zu konzernartigen Strukturen. Dies bleibt nicht ohne Wirkung auf die etablierten Strukturen der Arbeitsbeziehungen in den Kommunen. Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts steht die Analyse der Positionen und Strategien der betrieblichen Interessenvertretungen in diesem Umbauprozeß, in dem die örtlichen Arbeitnehmervertreter ihre Rolle gegenüber der Arbeitgeberseite neu definieren und ihre interne Organisationden neuen Strukturen anpassen müssen. Darüber hinaus wurde die Rolle der Gewerkschaft in der Zusammenarbeit mit den Personalräten der Kommunen und als eigenständiger politischer Akteur im Prozeß der Modernisierung des öffentlichen Sektors untersucht. Die Ergebnisse der empirischen Arbeiten wurden zu Aussagen über die Neustrukturierung der Arbeitsbeziehungen im "Konzern Stadt" verdichtet.
Endbericht: Schneider, K./ Böck, K./ Killian, W./ Kneissler, Th. (2001): Interessenvertretung im "Konzern Stadt". Herausbildung neuer Arbeitsbeziehungen im Prozess organisatorischer Dezentralisierung. Kassel (Arbeitspapiere der Forschungsgruppe Verwaltungsautomation, 68).

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 13:58