Drittmittelprojekt

Bodenschonender Maschineneinsatz im Wald; Entwicklung und Erprobung einer neuen Prüfmethode zur Bestimmung der dynamischen Bodenbelastung


Zusammenfassung


Das Thema Bodenschäden, die durch Befahrung des Waldbodens mit forstlichen Arbeitsmaschinen verursacht werden, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Bei den befahrungsbedingten Bodenschäden lässt sich zwischen den klassischen und vielfach untersuchten Verpressungsschäden im Boden und der erodierenden Verformungen des Oberbodens differenzieren. Erstgenannte Schäden äußern sich in einer Verschlechterung der Bodenfunktionen und resultieren primär aus der vertikal auf den Boden wirkenden Gewichtskraft. Aus der Kombination gemessener Auflastkräfte mit einer bodenkundlichen Belastungsanalyse der Böden soll die Grundlage für eine belastbare Entscheidungshilfe zur Befahrbarkeit typischer Waldböden geschaffen werden. Das Fachgebiet Bodenkunde untersucht dabei in einem Teilprojekt das Kompressionsverhalten von Waldböden und ermittelt Stabilitätskenngrößen, mit deren Hilfe das Risiko für schädliche Bodenveränderungen abgeschätzt werden kann. Änderungen von Bodenfunktionen (u.a. Infiltrationsleistung, Belüftung, Durchwurzelbarkeit) werden anhand von ungestört entnommenen Bodenproben im Labor sowie mit Feldmethoden vor Ort bestimmt (Penetrologger, leichter Scherflügel und Wassergehaltssensoren). Über die Risikoabschätzung für Bodenschadverdichtungen bei Waldarbeiten mit schwerem Gerät hinaus sollen alternative technische Weiterentwicklungen (z.B. Bogiebänder) hinsichtlich ihrer Wirkung auf Bodenfunktionen untersucht werden. Anhand dieser umfangreichen Datengrundlage sollen Pedotransferfunktionen ermittelt werden, die es erlauben die Befahrbarkeit von Rückegassen, die sich auf Lössstandorten befinden, abzuschätzen.



Zuletzt aktualisiert 2019-30-01 um 08:07