Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Zur juristischen Legitimation vormundschaftlicher Regentschaften hochadeliger Frauen - Die Landgräfinnen von Hessen (1500 - 1700)


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 01/199907/2003


Zusammenfassung
Trotz der römischrechtlichen Bestimmung, nach welcher eine Frau kein öffentliches Amt ausüben durfte, läßt sich in der Frühen Neuzeit im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation eine große Anzahl von Adeligen nachweisen, die für ihre unmündigen Söhne regierten. Durch die Moderne Dichotomie von Öffentlichkeit und Privatheit wurden in der Geschichtswissenschaft wie in der historischen Rechtswissenschaft diese Regentinnen als "Ausnahmefrauen" eingeordnet, die nur aufgrund aktueller Machtkonstellationen sowie ihrer "Persönlichkeit" in die als "Nische" angesehenen Handlungsraum eintreten konnten. Durch die Kontrastierung der vormundschaftlichen Regentschaften hochadeliger Frauen (am Beispiel der Landgräfinnen von Hessen im Zeitraum von 1500 bis 1700) mit dem zeitgenössischen juristischen Diskurs untersuche ich den Zugang von Frauen zu politischer Herrschaft. Meine Arbeit versteht sich daher als Beitrag für ein angemessenes Verständnis der Macht-verteilung in der Frühen Neuzeit.

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 13:58