Externally funded project

Der Generierungseffekt im Kontext des forschenden Lernens im naturwissenschaftlichen Unterricht (LOEWE-Forschungsprojekt" Wünschenswerte Erschwernisse beim Lernen")


Abstract

In der Regel wird davon ausgegangen, dass didaktische Maßnahmen stets darauf abzielen sollten, das Lernen zu erleichtern, indem sie den kognitiven Aufwand für die Lernenden möglichst gering halten. Aus kognitionspsychologischer Sicht ist dieser Grundgedanke allerdings zweifelhaft: Der Ansatz der wünschenswerten Erschwernisse (desirable difficulties) basiert auf der Annahme, dass nachhaltiges und flexibles Lernen erst dann ermöglicht werden kann, wenn der Lernvorgang gezielt erschwert wird (Bjork, 1994). 

In der Gedächtnispsychologie wurden verschiedene Typen wünschenswerter Erschwernisse entdeckt. Zu ihnen gehört u.a. der sogenannte Generierungseffekt, mit dem sich das vorgestellte Projekt beschäftigt. 

Im Rahmen von drei Teilstudien sollen nachhaltige Effekte aktiver Wissensgenerierung in tatsächlichen Unterrichtssituationen, im Besonderen in naturwissenschaftlichen Kontexten, die über das Instruktionsmodell des Forschenden Lernens vermittelt werden, in der Jahrgangsstufe 7 (Nges.= 700) untersucht werden. Ziel der Forschung ist es, einen praktischen Nutzen zur Förderung nachhaltiger Lernprozesse an Schulen zu gewinnen. 

Das Projekt ist Teil des interdisziplinären LOEWE-Schwerpunkts der Universität Kassel: Wünschenswerte Erschwernisse beim Lernen: Kognitive Mechanismen, Entwicklungsvoraussetzungen und effektive Umsetzung im Unterricht.


Last updated on 2019-05-09 at 12:06