Externally funded project

LOEWE-Schwerpunkt "Integrative Pilzforschung", Projektbereich A: Exploration pilzlicher Diversität, Projekt: Biogeographie und biotechnologische Nutzung der Nichtblätterpilze


Project Details
Project duration: 01/201312/2016


Abstract


Das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert ab 2013 den LOEWE-Schwerpunkt "Integrative Pilzforschung" (IPF) mit ca. 4,5 Mio. €. Beteiligt sind folgende hessische Hochschulen: Goethe-Universität Frankfurt am Main (Federführung), Philipps-Universität Marburg, Justus-Liebig-Universität Gießen, Universität Kassel und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung Frankfurt. Der IPF hat das Ziel Innovation durch Integration anwendungs- und grundlagenorientierter Forschung zur Nutzung der pilzlichen Vielfalt zu schaffen.



Im Projektbereich A (PbA) - Exploration pilzlicher Diversität arbeiten Prof. Piepenbring (Goethe Univ. Frankfurt, Sprecherin), Prof. Kost (Univ. Marburg), Prof. Langer (Univ. Kassel) und Prof. Schmitt (Goethe Univ. Frankfurt)an der Erforschung der Biodiversität von Pilzen in Hessen und den Tropen (Panama, La Réunion und Südwest-China)



Projekt PbA A1 (Prof. Langer, Universität Kassel)

Aus der Gruppe der Aphyllophorales (Nichtblätterpilze) ist insbesondere die Diversität der corticioiden Arten schlecht untersucht. Aphyllophorales stellen jedoch zwei Drittel aller Naturwaldzeigerarten in Deutschland. Hinweise auf Gebiete mit besonders hoher Artenvielfalt der Pilze finden sich in Hessen besonders für die Rheinauen, den Nationalpark Kellerwald-Edersee und das Naturschutzgebiet Sababurg bei Kassel. In den Tropen sind sie eine der am schlechtesten untersuchten Pilzgruppen überhaupt, mit hohem Potential für Artneubeschreibungen und die Identifizierung von neuen Substanzen. Durch die globale Sporenverbreitung können sie neue Habitate über weite Distanzen relativ schnell besiedeln und dort einen großen Artenreichtum entwickeln. Die erdgeschichtlich sehr junge Maskareneninsel La Réunion eignet sich deshalb zur Untermauerung unserer zentralen Hypothese einer schnellen Radiation corticioider Arten nach der Erstbesiedelung über weite Distanzen. La Réunion konnte nach Vorarbeiten unserer und anderer Arbeitsgruppen als tropischer Diversitätshotspot für diese Gruppe identifiziert werden. Die Präsenz dieser Pilze ist für die Insel La Réunion gut dokumentiert, weitergehende Untersuchungen, insbesondere zur genetischen Diversität und zu chemischen Merkmalen, fehlen jedoch bislang.



Keywords
Pilze


Principal Investigator


Research Areas


Last updated on 2017-19-07 at 11:45