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Dynamische und kinematische Bestimmungsgrößen der Startleistung im Schwimmen - Eintauchphase


Project Details
Project duration: 10/200610/2010


Abstract
Die Einführung von 50m-Sprintwettbewerben in das Programm von internationalen Schwimmwettbewerben hat die Startleistung im Schwimmsport sowie deren Bestimmungsgrößen in den Fokus sportwissenschaftlicher Forschung gerückt. Dabei zeigen vergleichende Untersuchungen, dass deutsche Schwimmerinnen und Schwimmer gegenüber der internationalen Spitze erhebliche Defizite aufweisen. Präzisere Aussagen zu grundlegenden dynamischen und kinematischen Determinanten des Startverhaltens sind nötig, die durch geeignete Messsysteme erfasst und deren Bedeutung in statistischen Auswertemodellen geprüft werden müssten.
Nach einem ersten Projekt, in dem die Einflussfaktoren der Absprungleistung ermittelt wurden, soll in einem folgenden Promotionsprojekt das Eintauchverhalten sowie die Umlenkung in die Schwimmrichtung untersucht werden. So weisen Bonnar (2001) und auch Guimaeres & Hay (1985) darauf hin, dass der wesentlichste Einflussfaktor für die Startleistung möglicherweise weniger in der Blockphase als vielmehr in der Übergangsphase zu suchen ist. Dabei verglich Bonnar (2001) Grab- und Trackstarts bei 2 Untersuchungsgruppen mit vergleichbaren 50m Zeiten und zeigte, dass die beobachtete Varianz in der Zeit bis 9,5m zu 96% durch die Varianz für die Zeitspanne erklärt wurde, die zwischen dem ersten Wasserkontakt und dem Durchgang bei 9,5m lag. In vergleichbarer Weise ermittelten Guimaeres und Hay den Einfluss der Gleitzeit bis 9,5m mit einer Varianz von 95%.
Für die Erhebung von Kennwerten in der Eintauchphase sowie in der Übergangsphase, wird aufgrund der dort vorliegenden Blasenbildung ein neu entwickeltes Auswerteverfahren eingesetzt. In diesem Verfahren werden die Segmente der eingeschränkten Sichtverhältnisse nicht - wie sonst üb-lich - über deren Endpunkte sondern über deren Mittellinien erfasst. Ein gemeinsamer Endpunkt be-nachbarter Segmente ergibt sich dann durch den Schnittpunkt der Mittellinien von benachbarten Segmenten. Ein spezielles Approximationsverfahren ermöglicht die Berechnung sämtlicher Segmentendpunkte unter Berücksichtigung der Besonderheiten für das Rumpfsegment und den Kopf.
Das Ziel dieses Projektes liegt in der Bestimmung von aussagekräftigen Kennwerten der Ein-tauch- und Übergangsphase. Die Kennwerte können nun neben den bereits bekannten Parametern für die Blockphase und die Flugphase in eine statistischen Analyse einfließen, deren Ziel eine Identifi-zierung aller wesentlichen Einflussfaktoren der Startleistung ist.

Last updated on 2017-11-07 at 14:01