Externally funded project

Bedeutung von Prozessschutz- bzw. Wildnisgebieten für gefährdete Lebensgemeinschaften und Arten sowie für "Verantwortungsarten"


Abstract


Die in der Kulturlandschaft selten gewordenen Habitatqualitäten von unzerschnittenen Wildnis- und Prozessschutzgebieten und die auf sie angewiesenen Arten und Biozönosen stehen im Mittelpunkt des F+E Vorhabens. Im Rahmen einer Literaturstudie sollen:




  • solche Lebensgemeinschaften und Arten zusammengestellt werden, die im besonderen Maße auf Prozessschutz- und Wildnisgebiete angewiesen sind bzw. davon profitieren und


  • die besonderen Qualitäten dieser Gebiete ermittelt werden, die das Vorkommen dieser Lebensgemeinschaften und Arten in solchen Gebieten ermöglichen.



Wildnisgebiete im Sinne der Nationalen Biodiversitätsstrategie sind großflächige (> 500 bzw. 1.000 ha) unzerschnittene Gebiete, in denen eine von menschlicher Störung unbeeinflusste natürliche Entwicklung ablaufen kann.



 



Zielsetzung



Identifiziert werden Lebensgemeinschaften und Arten, die auf Prozessschutz- und Wildnisgebiete angewiesen sind bzw. davon profitieren. Die besonderen Qualitäten dieser Gebiete sollen charakterisiert werden. Fokussiert wird auf die unterschiedlichen Mindestflächenansprüche von wildnistypischen Arten und Lebensgemeinschaften, deren Ausbreitungsfähigkeit und weitere wichtige Habitatansprüche, die daraus resultierenden Schwellenwerte für wichtige Habitatparameter sowie die notwendige Größe mittel- bis langfristig überlebensfähiger Populationen. Ein Schwerpunkt der Recherche liegt auf solchen Arten und Lebensgemeinschaften mit hohem Gefährdungsgrad oder für die Deutschland aufgrund ihres Verbreitungsareals eine besondere Verantwortung hat. Im Mittelpunkt stehen Habitatqualitäten großer, unzerschnittener Wildnisgebiete. Diese können nur partiell (z.B. Hochgebirge, Kernflächen von Nationalparken) aus bereits bestehenden deutschen Wildnisgebieten ermittelt werden, weshalb auch Untersuchungen aus Wildnisgebieten im Ausland herangezogen werden. Inwieweit lassen sich die erforderlichen Habitatbedingungen in realistischen Zeiträumen überhaupt wiederherstellen? Zusätzlich werden kleinflächigere Prozessschutzgebiete untersucht; einbezogen werden alle potentiell wildnisfähigen Landschafts- und ökosystemtypen in Deutschland, die im F+E Vorhaben „Umsetzung des 2 % Ziels für Wildnisgebiete“ mit einer Flächen-kulisse hinterlegt sind. Neben den zonalen Waldökosystemen werden somit auch Küsten, Auen, Gebirge und Moore bearbeitet.





Kooperative Zusammenarbeit mit dem Fachbereich 06 Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung im Drittmittelprojekt „Bedeutung von Prozessschutz-bzw. Wildnisgebieten für gefährdete Lebensgemeinschaften und Arten sowie für „Verantwortungsarten“


Last updated on 2018-31-10 at 14:42