Drittmittelprojekt

Präventive Anbauplanung (WP1) im Umgang mit der Schädlingsgilde in Ackerbohnen und Erbsen zur Schadensvermeidung und Ertragssicherung (15EPS023) (15EPS023)


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 06/201612/2018


Zusammenfassung


Für den ökologischen Anbau von Bohnen und Erbsen soll eine Risikovermeidungs-Strategie  entwickelt werden, welche vier Hauptschädlinge als Schädlingsgilde in Körnerleguminosen abdeckt und eine präventive Anbauplanung über die Stellgrößen Schlagauswahl/Schlagseparierung und Saatzeit ermöglicht.



Das Projekt nutzt den zeitgleich bestehenden Projektverbund zur Schadensprävention  bezüglich Erbsen/Erbsenwickler (12OE012) mit den vier Partnern Uni-Kassel-FöP, Gäa e.V., ZEPP Bad Kreuznach und LLG. Die hier behandelten Hauptschädlinge in den drei Modellregionen (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordhessen) sind Blattrandkäfer, Ackerbohnenkäfer und regional Erbsengallmücke und Erbsenkäfer. Unter Nutzung der vorhandenen Flächeninformationen, Klima- und Phänologiedaten aus 12OE012, werden zusätzlich Ackerbohnenflächen und überwinterungsorte (z.B. Futterleguminosen bezüglich Blattrandkäfer) in drei aufeinander folgenden Anbaujahren eingemessen. GIS-verortete Anbaukonstellationen (Lage, Geometrie, ihre jew. Entfernungen untereinander, Saatzeit/Feldaufgang, Klima und Pflanzenphänologie), werden zusammen mit Befallsdaten als Buchten- & Knöllchenfraß an Bohne & Erbse (Blattrandkäfer), als Knospenschaden Erbse (Erbsengallmücke) und als Pflück- und Ernterückstellproben von Bohnen und Erbsen (Bohnenkäfer-, bzw. Erbsenkäfer), analysiert. Damit werden Befallskorrelationen mit a) der kürzesten Schlagentfernung (minimal distance) und b) dem prozentualen Vorjahres-Flächenanteile (CA-Index) innerhalb gestuften Radien um aktuelle Vorjahres-Körnerleguminosenflächen, berechnet und validiert. Die erhobenen Grunddaten dienen der Abschätzung von Ausbreitungsradien und der Eingrenzung befallskritischer Flächenabstände/Saattermine. Die abzuleitende,  situationsbezogene Befallsvermeidungsstrategie ist als Entscheidungshilfe für ökologische und integrierte Praxisbetriebe nutzbar und kann Notwendigkeiten bzw. Einsparpotential bei Direktbekämpfungsmaßnahmen aufzeigen.


Zuletzt aktualisiert 2020-04-06 um 22:39