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PerCEntA ? „Pervasive Computing ? Entwicklungen und Auswirkungen”


Project Details


Abstract
Die Studie „Pervasive Computing ? Entwicklungen und Auswirkungen” (PerCEntA) wurde Anfang September vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an ein Konsortium in Auftrag gegeben. Pervasive computing („durchdringende Rechnertechnik”) beschreibt eine von Mark Weiser bereits 1988 formulierte Idee, bei der kleinste, miteinander drahtlos vernetzte Rechner- und Sensortechnik in beliebige Alltagsgegenstände und die Umgebung integriert wird. Entscheidend ist dabei, dass mittels dieses feinmaschigen, unsichtbaren Netzes eine Art informalisierte Welt entsteht. Dadurch tritt die Datenverarbeitung in den Hintergrund und wird in vielen Lebensbereichen der Menschen allgegenwärtig, unmerklich und quasi mitdenkend präsent sein. Sie soll den Menschen in unaufdringlicher Art bei seinen Arbeiten unterstützen und von lästigen Routinearbeiten weitgehend befreien. Zukunftsstudien gehen von einer Realisierbarkeit wichtiger Aspekte des pervasive computing bis zum Jahr 2010 aus. Derzeit diskutierte Anwendungsbereiche sind zum Beispiel Handel, Verkehr, Gesundheit, Bildung, Unterhaltung. Ziel der Studie ist es, die derzeitige technologische Entwicklung zu dokumentieren und soweit möglich zu prognostizieren. Davon ausgehend sollen einzelne Anwendungsfelder des pervasive computing bestimmt und analysiert werden. Abschließend erfolgt eine eingehende Untersuchung der Auswirkungen des pervasive computing auf den Bereich der IT-Sicherheit und die Ermittlung der Chancen und Risiken des Einsatzes ubiquitärer Technologien. Durch pervasive computing wird eine neue Qualität der Datenverarbeitung erreicht. Anders als bisher werden Daten verteilt, massenhaft sowie für den Betroffenen unüberschaubar und allgegenwärtig verarbeitet werden. Durch Kommunikation, An- und Abfragen sowie den Einsatz von Sensortechnik entsteht eine Fülle von Datenspuren. Dadurch bedingt wird insbesondere das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung der verschiedenen Akteure betroffen sein. Um zu einer verfassungsverträglichen Gestaltung der Technikanwendungen im Vorfeld beizutragen, werden die ermittelten Anwendungsfelder von provet unter dem Blickwinkel des Datenschutzrechts untersucht. Ziel ist es in dem Abschlussbericht der Studie die Gefährdungen des Datenschutzrechtes durch pervasive computing aufzuzeigen und sowohl technische als auch rechtliche Gestaltungsvorschläge zum Schutz der informationellen Selbstbestimmung zu benennen. Die Forschungsergebnisse werden 2005 in einer Abschlusspräsentation und Publikation vorgestellt.

Last updated on 2017-11-07 at 13:38