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IDENTITY Computing: Die Stärkung des Individuums in einer virtualisierten Welt


Abstract
Die Verbreitung des Internets, die Ausstattung der Haushalte mit PCs, Mobiltelefonen, Digitalkameras und digita­ler Unterhaltungselektronik, die Umstellung vieler öffentlicher Bereiche, sei es beim Zugang über Portale oder durch die ausschließliche Verwendung digitaler Dokumente, führt zu einer zunehmenden Vir­tualisierung unserer Welt. An die Stelle der heute mit vielen Medienbrüchen verbundenen halb-digitalen Verarbeitung tritt eine zukünftige Situation, in der die Identität des Einzelnen der entscheidende Auslöser für Transaktionen aller Art ist.
Die damit verbundenen Möglichkeiten und Probleme werden hier unter dem Begriff Identity Computing als Forschungsschwerpunkt aufgegriffen. Das Thema umfasst eine durch gesicherte Identität ausgelöste, in weiten Teilen unsichtbare, aber jederzeit verifizierbare Informationsverarbeitung, einschließlich dauerhaf­ter, vertrauenswürdiger, selbstbestimmter Verwaltung der personengebunde­nen Daten sowie der Delegation von Teilaufgaben an persönliche digitale, vir­tualisierte Sekretäre.
Identity Computing ist ein neuer, aus Identity Management abgeleiteter Begriff. Unter Identity Management versteht man den Schutz der Privatsphäre sowie die Verwaltung von identitätsbezogenen Daten wie Benutzerkonten, Rollen und Zugriffsrechten. Die Anliegen von Identitiy Computing sind ähnlich jedoch weitergehender, weil sie alle Rollen und Bedürfnisse eines Individuums im Laufe seines Lebens umfassen können.
Neben der Heterogenität der einsetzbaren Techniken spielt auch noch die Nachhaltigkeit der verwalteten Daten eine Rolle, einschließlich einer Offenheit für zukünftige, jetzt noch nicht vorhersehbare Aufgaben. Dies lässt sich nur in einem dezentralisierten, evolutionären Entwicklungsprozess angehen, der sehr langfristig angelegt ist.

Last updated on 2017-11-07 at 13:39