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Hochwasserschutz an der Bauna; Objekt-UVU für den Standort Katzenmühle; Gewässerökologisches Monitoring und Erfolgskontrolle


Project Details
Project duration: 06/200412/2009


Abstract
Im Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft wurde ein umweltverträgliches Hochwasserschutzkonzept für das Einzugsgebiet der Bauna (Nordhessen) im Auftrag des Verbandes für Abwasserbeseitigung und Hochwasserschutz Baunatal-Schauenburg erarbeitet. Der Bau des Rückhaltes Katzenmühle ist ein Teil der Umsetzung der Maßnahmen. In einer Objekt-UVU hat das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft dazu beigetragen, die Lage des Dammes und den Dammverlauf zu optimieren und unvermeidbare Schaden auszugleichen. Teil der Plangenehmigung ist als Ersatzmaßnahme ein umfangreiches Monitoring, das dazu dient, die ökologischen Auswirkungen des Rückhaltes genauer zu untersuchen. In Absprache mit der Oberen Naturschutzbehörde liegt der Untersuchungsschwerpunkt auf:
1. Durchgängigkeit - Passierbarkeit des Rohrduchlasses im Grundablass des Rückhaltes für Fischfauna und Benthosorganismen - Prüfung des Umfanges der ökologischen Verbesserung durch Beseitigung der Wanderhindernisse (Ortslage Elgershausen) in Bezug auf Fischfauna und Benthosorganismen 2. Monitoring der ökologischen Wirkung des Bauwerkes und, soweit im Beobachtungszeitraum gegeben, der Einstauereignisse - Vegetationskundige Untersuchung der Einstauwirkung auf die Feuchtwiesenbrache und des Erlengaleriebestandes - Faunistische Untersuchung der Wirkung des Dammes als Wanderungshindernis für die Erdkrötenpopulation 3. Kontrolle der Effektivität der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Trockenbeckenraum - Untersuchung der spontanen Vegetationsentwicklung quelliger Hangstellen (Abgrabungsbereich) und des Bewuchses angelegter Biotope bei Berücksichtigung der Ansaat. - Prüfung des Bestands der Salamanderpopulation, insbesondere die Annahme der Ersatzbiotope durch diese. Der Zustand vor der Baumaßnahme kann den vorhandenen Untersuchungen, die das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gewässerkunde und Gewässerschutz durchgeführt hat, entnommen werden. Zusätzlich wurde vor Beginn der Baumaßnahme im Sommer 2004 ein Quellbereich gemäht um Grasfrösche zu vergrämen. Die weiteren Untersuchungen finden nach Abschluss der Baumaßnahme statt. Um Langzeitwirkungen zu erfassen, sind Amphibienkartierungen, Elektrobefischungen und Fischmarkierungen zur Beobachtung von Fischwanderungen direkt im Anschluss an die Fertigstellung der Baumaßnahme (Frühjahr 2006) und nach drei Jahren (2009) vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt findet auch eine weitere Vegetationskartierung statt. Die gewonnen Ergebnisse dienen als Grundlage, die Durchgängigkeit der Querungsbauwerke von Rückhalten sicherer beurteilen zu können, und erbringen darüber hinaus Empfehlungen für den Bau weiterer Rückhalte.

Last updated on 2017-11-07 at 14:07