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Franz Rosenzweigs "neues Denken" - Grundlagen und Perspektiven (Internationaler Kongress 2004)


Project Details
Project duration: 20022006


Abstract
Das Werk des jüdischen Religionsphilosophen Franz Rosenzweig (1886-1929) stand im Mittelpunkt des Internationalen Kongresses "Franz Rosenzweigs Neues Denken", der vom 28. März bis zum 1. April an der Universität Kassel stattfand. 90 Referenten und 250 Teilnehmer aus insgesamt 20 Ländern zeigten ein weltweites Interesse für Franz Rosenzweig, der zu seiner Zeit eine Erneuerung des Judentums in der Moderne in den Mittelpunkt seines Denkens und auch seines Lebens stellte, verzichtete er doch auf eine Universitätskarriere, um mit der Gründung des Freien Jüdischen Lehrhauses in Frankfurt und der Arbeit an der Neuübersetzung der Bibel ?gemeinsam mit Martin Buber ? diese Erneuerung voranzutreiben.
Einen ersten Anstoß zur erneuten Rezeption des in Kassel geborenen und aufgewachsenen Religionsphilosophen gab der erste Internationale Franz-Rosenzweig-Kongress in Kassel 1986. Seitdem sind verschiedene Zentren der Forschung entstanden - in den USA, in Israel, in Frankreich, in Italien, den Niederlanden und Deutschland ? mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Steht für die einen seine besondere Position im christlich-jüdischen Dialog im Mittelpunkt, interessieren sich andere stärker für das jüdische Denken bei Rosenzweig und für wiederum andere ist sein Philosophieren unabhängig von der religiösen Rezeption von Bedeutung. Diese Vielfalt der Rezeption spiegelte sich auch auf dem Kongress wider: nicht die Einheitlichkeit der Verehrung eines Denkers, sondern die Pluralität der Anknüpfungen machten den Kongress zu einer lebendigen und fruchtbaren Veranstaltung, zu der neben sehr renommierten Forschern und Übersetzern auch viele jüngere Wissenschaftler aus aller Welt kamen.
Während des Kongresses wurde die Internationale Rosenzweig-Gesellschaft gegründet, zu deren ersten Präsidenten der Kasseler Philosoph Wolfdietrich Schmied-Kowarzik gewählt wurde.
Begleitet wurde der Kongress von zwei Ausstellungen, Empfängen und einem Konzert im Rathaus der Stadt und damit war er nicht nur eine inneruniversitäre Veranstaltung. Grußworte des Bundespräsidenten Dr. Johannes Rau, von Bischof Dr. Martin Hein und der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Kassel, Esther Haß, unter anderem machen deutlich, dass dieser Kongress in einem ungewöhnlichen Maße auf ein öffentliches Interesse stieß.
2005/06 wurden die Kongressakten redigiert und für den Druck vorbereitet. Die beiden Bände "Franz Rosenzweigs 'neues Denken'", Bd. I: "Selbstbegrenzendes Denken - in philosophos" und Bd. II: "Erfahrene Offenbarung - in theologos" (zus. 1360 S.) erschienen 2006 im Alber-Verlag Freiburg i.Br.


Publications

2006
2006
2004
1997
1991
1988

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