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Funktionsmorphologie und Immunbiologie der Hämolymphknoten


Project Details
Project duration: 01/199612/1998


Abstract
In diesem Projekt werden sogenannte Hämolymphknoten der Ratte untersucht, die über einen auffallend hohen Gehalt an Blutzellen verfügen und deren biologische Bedeutung bis heute nicht völlig geklärt werden konnte. Die bei der Ratte im Gebiet beider Nieren vorkommenden Hämolymphknoten werden besonderen experimentellen Bedingungen unterzogen, die auf die Klärung des Einschleusungsmechanismus für die roten Blutzellen sowie ihres weiteren Schicksales im Hämolymphknoten ausgerichtet sind. Teilprojekte dieser Studie beziehen sich auf die Frage des Auftretens von Hämolymphknoten in der Ontogenese, wobei sowohl der pränatale als auch der postnatale Entwicklungszeitraum geprüft werden soll. Das Phänomen der Einwanderung roter Blutzellen in die Hämolymphknoten sowie ihr Abbau durch Freßzellen (Erythromakrophagen) wird versucht, im Zuge lichtmikroskopischer und elektronenmikroskopischer Untersuchungen abzuklären. Mit Hilfe fluoreszierender Markierungsstoffe (Liposomen und Latex Standardpartikel), die in das Nierengewebe eingebracht werden, wird auch ein fluoreszenzmikroskopischer Arbeitsgang benutzt, der in der Lage ist, genaue Aufschlüsse über das Phänomen der Phagozytose immunkompetenter Zellen zu erbringen. Die bisher im Rahmen dieses Projektes gewonnenen Ergebnisse sprechen für eine besondere Bedeutung der Hämolymphknoten im Zuge immunbiologischer Interaktionen zwischen den roten Blutzellen und dem Makrophagensystem im Lymphknoten, wobei offenbar Immunmechanismen in Gang gesetzt werden, die für die Erkennung der ständig nachgebildeten roten Blutzellpopulation wichtig sind. Auf der Grundlage eines solchen Mechanismus wird offenbar unter normalen Bedingungen eine Autoagressionserkrankung gegenüber den eigenen Blutzellen vermieden.

Last updated on 2017-11-07 at 14:08