Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Umsetzung eines Tiergesundheitsplanes unter Berücksichtigung sozio-ökonomischer Gesichtspunkte auf ökologisch wirtschaftenden Ferkelerzeugerbetrieben (.)


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 12/200511/2007


Zusammenfassung

Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, den
Status quo bezüglich der Tiergesundheit auf ökologisch wirtschaftenden
Ferkelerzeugerbetrieben zu ermitteln. Darauf aufbauend sollten
betriebsindividuelle Tiergesundheitspläne (TGP) erarbeitet werden. Deren
Umsetzung wurde über 1 Jahr begleitet.


Die Status quo-Analyse auf 17 Betrieben anhand
eines modifizierten CCP-Konzeptes ergab: Lediglich 12 der 17 Betriebe
verfügten über eine Auswertung von gesetzlich vorgeschriebenen
Produktionsdaten. 10 der 17 Betriebe benötigten eine
Ausnahmegenehmigung, da insbesondere Ausläufe häufig fehlten. Qualität
und Intervall von R & D-Maßnahmen variierten erheblich zwischen den
Betrieben. 16 Betriebe führten eine regelmäßige Entwurmung ihrer
Tierbestände - jedoch ohne Effektivitätskontrolle - durch.
Futteranalysen ergaben v.a. bei den laktierenden Sauen keine
bedarfsdeckende Zusammenstellung der Rationen.
Der aus diesen
Ergebnissen hervorgehende betriebsindividuelle TGP bestand aus kurz-,
mittel- und langfristig umzusetzenden Maßnahmen. Zu Projektende hatte
lediglich die Hälfte der Betriebe mehr als 50% der kurzfristigen
Maßnahmen aus dem Tiergesundheitsplan umgesetzt. 14 Betriebe konnten
sich in den o.g. Managementbereichen zumindest partiell verbessern.

Die Ergebnisse zeigen, dass für das Gesundheitsmanagement auf vielen
Betrieben erheblicher Optimierungsbedarf besteht. Der TGP hat sich als
nützliches Instrument erwiesen, um Problemfelder zu identifizieren und
Optimierungsstrategien zu entwickeln. Die derzeitigen Defizite bezüglich
der Tiergesundheit erscheinen jedoch allein anhand von
Beratungsangeboten nicht verbesserungsfähig. Es wird geschlussfolgert,
dass sich der Gesundheitsstatus in den ökologischen Sauenbeständen ohne
die Vorgabe von tiergesundheitlichen Zielgrößen nicht markant verbessern
wird.



Forschungsfelder


Zuletzt aktualisiert 2019-05-07 um 17:08