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Erarbeitung eines Leitfadens für das Erkennen kritischer Fälle der Gewässerbelastung durch Abwassereinleitungen in Fließgewässer


Project Details
Project duration: 01/199512/1995


Abstract
Bei kleinen Fließgewässern im ländlichen Raum mit geringem Trockenwetterabfluß und hoher Abwasserlast werden auch beim Bau einer Abwasserreinigung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (a.a.R.d.T.) Güteziele, wie z. B der Zustand "mäßiger
Belastung" nach ? 26 Hessisches Wassergesetz (HWG) häufig nicht erreicht.

In solchen Fällen sind weitergehende Sanierungsanforderungen zu überprüfen und verschärfte Anforderungen an die Abwasserbehandlung zu begründen. Diese sollen das Ziel haben, eine signifikante Verbesserung der Gewässergüte im Hinblick auf das Güteziel herbeizuführen oder unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit sich dem Güteziel soweit wie möglich zu nähern.
Vorraussetzung für eine zielgerichtete Vorgehensweise ist das Erkennen kritischer Belastungsfälle und die Identifizierung der maßgeblichen Einflußfaktoren auf die Gewässerbeschaffenheit. Kleine Fließgewässer zeichnen sich durch einen geringen Abfluß, eine hohe
Abflußdynamik und eine intensive Land-Wasser-Vernetzung aus. Anthropogene Belastungen des Wasserhaushaltes und durch Abwässer sowie Landwirtschaft sind daher häufig relativ hoch. Aufgrund der Komplexität der Zusammenhänge ist für das Erkennen kritischer Fälle die Erhebung von Grundlagendaten notwendig, die sich auf die Gesamtheit von Einzugsgebiet, Kanalisation und Kläranlage sowie dem Gewässer mit Ufer, Gewässerbett und Wasser
beziehen.

Aufgabe des Leitfadens ist, die in der wasserwirtschaftlichen Praxis notwendigen Entscheidungsgrundlagen zur Beantwortung der anstehenden Fragen bereitzustellen. Es liegt ein Abschlußbericht vor.


Last updated on 2017-11-07 at 14:11