Externally funded project

Die Bedeutung und Diffusion von Institutionen in verbundenen Innovationssystemen (InverIns)


Project Details
Project duration: 09/201002/2012


Abstract
Nachhaltiges Wirtschaften setzt nachhaltige Innovationen und als Bedingung dafür nachhaltige Innovationssysteme voraus. Die Funktionsweise von Innovationssystemen, also geographisch, sektoral oder technologisch definierte Zusammenhänge von innovie-renden Akteuren und den sie beeinflussenden Interaktionen, ist durch eine Vielzahl von formellen und informellen Institutionen geprägt, die dann auch ihre Nachhaltigkeit und die Nachhaltigkeit der in ihnen entstehenden Innovationen steuern. Institutionen be-grenzen die Auswahl von möglichen Handlungsalternativen oder bieten Anreize für be-stimmte Aktivitäten. Sie reduzieren Unsicherheit, koordinieren Verhaltensweisen, helfen bei Problemlösungen und setzen auch Anreize, bestimmte Handlungen (auch nach In-novationen suchende) durchzuführen oder zu unterlassen. Damit wird nachhaltiges Wirtschaften neben staatlichen Anreizmechanismen in Form von rechtlichen Rahmen-bedingungen und fiskalischen Steuerungsmechanismen wesentlich durch gesellschaftli-che Normen bestimmt, welche die Prozesse in den Innovationsteilsystemen beeinflus-sen. Trotz dieser Bedeutung gibt es bislang nur wenige Vorschläge, wie Analysen zur Rolle von Institutionen strukturiert sein könnten, und entsprechend noch weniger durch-geführte systematische, empirisch gestützte Untersuchungen und dadurch gestützte mathematische Modellierungen. Obwohl einzelne staatliche Anreizmechanismen in der ökonomischen Wissenschaft untersucht wurden, fehlt eine auf der Verwendung ökono-mischer Methoden basierende Untersuchung von Institutionen in einzelnen nachhaltig-keitsrelevanten Innovationsteilsystemen. Darüber hinaus wird die Interaktion zwischen einzelnen Teilsystemen, in denen unterschiedliche Institutionen wirken und die Diffusion von Normen innerhalb und zwischen diesen Systemen bislang nur selten empirisch un-tersucht. Folglich existiert noch kein Modell, welches solche Prozesse abbilden könnte. Im Rahmen des Projekts sollen deshalb Forschungsansätze zur Analyse von Institutio-nen in Innovationssystemen, welche eher empirisch geprägt sind, mit theoretischen und ökonomischen Methoden und formalen Modellen kombiniert werden.Nachhaltiges Wirtschaften setzt nachhaltige Innovationen und als Bedingung dafür nachhaltige Innovationssysteme voraus. Die Funktionsweise von Innovationssystemen, also geographisch, sektoral oder technologisch definierte Zusammenhänge von innovierenden Akteuren und den sie beeinflussenden Interaktionen, ist durch eine Vielzahl von formellen und informellen Institutionen geprägt, die dann auch ihre Nachhaltigkeit und die Nachhaltigkeit der in ihnen entstehenden Innovationen steuern. Institutionen begrenzen die Auswahl von möglichen Handlungsalternativen oder bieten Anreize für bestimmte Aktivitäten. Sie reduzieren Unsicherheit, koordinieren Verhaltensweisen, helfen bei Problemlösungen und setzen auch Anreize, bestimmte Handlungen (auch nach Innovationen suchende) durchzuführen oder zu unterlassen. Damit wird nachhaltiges Wirtschaften neben staatlichen Anreizmechanismen in Form von rechtlichen Rahmenbedingungen und fiskalischen Steuerungsmechanismen wesentlich durch gesellschaftliche Normen bestimmt, welche die Prozesse in den Innovationsteilsystemen beeinflussen. Trotz dieser Bedeutung gibt es bislang nur wenige Vorschläge, wie Analysen zur Rolle von Institutionen strukturiert sein könnten, und entsprechend noch weniger durchgeführte systematische, empirisch gestützte Untersuchungen und dadurch gestützte mathematische Modellierungen. Obwohl einzelne staatliche Anreizmechanismen in der ökonomischen Wissenschaft untersucht wurden, fehlt eine auf der Verwendung ökonomischer Methoden basierende Untersuchung von Institutionen in einzelnen nachhaltigkeitsrelevanten Innovationsteilsystemen. Darüber hinaus wird die Interaktion zwischen einzelnen Teilsystemen, in denen unterschiedliche Institutionen wirken und die Diffusion von Normen innerhalb und zwischen diesen Systemen bislang nur selten empirisch untersucht. Folglich existiert noch kein Modell, welches solche Prozesse abbilden könnte. Im Rahmen des Projekts sollen deshalb Forschungsansätze zur Analyse von Institutionen in Innovationssystemen, welche eher empirisch geprägt sind, mit theoretischen und ökonomischen Methoden und formalen Modellen kombiniert werden.Das Projekt soll die soeben beschriebenen Lücken schließen oder zumindest deutlich verkleinern. Dabei wird untersucht, welche Rolle Institutionen in verbundenen Innovationssystemen (IS) spielen. Hierdurch wird ein vertieftes Verständnis der Wechselwirkungen im Dreieck politischer Entscheidungen (Rechtssetzung und fiskalische Anreizmechanismen), der Entwicklung sozialer Institutionen innerhalb von Innovationssystemen (z.B. der nationalen oder der sektoralen Ebene) sowie der horizontalen und vertikalen gegenseitigen Beeinflussung der Institutionen verschiedener Innovationssysteme im Bereich der Nachhaltigkeitspolitik erreicht. So können nachhaltigkeitsrelevante Politikentscheidungen auf eine solidere Basis gestellt werden und unerwünschte Nebeneffekte bereits vor der Entscheidungsfindung ausgeschlossen werden. Am Beispiel der Windenergie und der Elektromobilität wird gezeigt, wie die zu entwickelnde Modellierung an konkrete Felder der Nachhaltigkeitspolitik anzupassen ist.

Last updated on 2017-11-07 at 13:29