Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Molekulare Systematik der Chenopodiaceae und Evolution des C4-Photosynthesesyndroms


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 10/200012/2009


Zusammenfassung
Die Familie der Chenopodiaceen (Gänsefußgewächse) umfasst über 100 Gattungen mit ca. 1600 Arten, darunter Kulturpflanzen wie die Zuckerrübe und den Spinat. Chenopodiaceen besiedeln bevorzugt Steppen und Halbwüsten, Salzstandorte sowie Äcker und Ruderalstandorte. Ein erheblicher Anteil der Arten ist zur Ausübung der C4-Photosynthese befähigt.
Ein von 2000 bis 2004 von der DFG gefördertes Gemeinschaftsprojekt mit Frau Dr. Kadereit von der Universität Mainz befasst sich mit der Phylogenie und Systematik der Chenopodiaceae unter besonderer Berücksichtigung der Evolution des C4-Syndroms. Mit Hilfe vergleichender Sequenzierung ausgewählter Chloroplasten- und Kern-DNA-Abschnitte werden molekulare Stammbäume erstellt, um (1) die Stellung der Chenopodiaceae innerhalb der Ordnung Caryophyllales, (2) ihre Abgrenzung gegenüber den nah verwandten Amaranthaceae (Fuchsschwanzgewächse), (3) die Hauptabstammungslinien innerhalb der Chenopodiaceen sowie (4) die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb von ausgewählten Unterfamilien und Triben zu klären. Parallel erfolgt eine eingehende anatomische Analyse der Photosyntheseorgane. Diese erlaubt uns vor dem Hintergrund der molekularen Phylogenien, die Evolution der mehrfach parallel entstandenen C4-Strukturen aufzuklären und damit Diversifizierungsmuster zu analysieren, die eng mit der Erschließung extremer Lebensräume verknüpft sind. Erfolgreich abgeschlossen wurden bisher detaillierte molekularsystematische Studien auf der Ebene der Gesamtfamilie der Chenopodiaceae (Kadereit et al. 2003; 2005), der Unterfamilien Suaedoideae (Schütze et al. 2003) und Salicornioideae (Kadereit et al. 2006) sowie der Gattung Salicornia (Kadereit et al. 2007).


Forschungsfelder



Publikationen

2008
2007
2005
2003
2003
2002
2001
2000

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 14:12