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GLOWA-Danube II: Modellierung typischer Wassernutzer im Einzugsgebiet der Donau (Teilprojekt Umweltpsychologie)


Project Details
Project duration: 03/200402/2007


Abstract
Zielsetzung
Das Ziel von GLOWA-Danube ist die Entwicklung eines Entscheidungsunterstützungssystems ("DANUBIA"), das als integratives Werkzeug zur Untersuchung nachhaltiger Wassermanagementstrategien an der oberen Donau eingesetzt werden soll. Dieses Verbundprojekt integriert 16 Modelle aus 13 teilnehmenden Disziplinen in ein Softwaresystem.
Das Ziel des umweltpsychologischen Teilprojekts ist es, alle Haushalte im betrachteten Einzugsgebiet flächendeckend in bezug auf ihre Nutzungsentscheidungen, ihre subjektive Bewertung von Wasserqualitätsrisiken und ihre Akzeptanz des politischen und wasserbezogenen Status quo zu modellieren. Daraus sollen sozialwissenschaftliche Szenarien unter Bedingungen globalen Klimawandels erstellt werden, um Konfliktpotentiale und Akzeptanzrisiken abzuschätzen. Wichtig in dem Zusammenhang ist, dass nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser nicht von sozialer Nachhaltigkeit getrennt betrachtet werden kann.
Ergebnis
Das "Labor" für die Entwicklung von DANUBIA ist das Einzugsgebiet der oberen Donau (Fläche: 80.000 km2). Zum ersten Mal wird ein alpines Einzugsgebiet dieser Größe mit allen seinen Herausforderungen (z.B. Klima, laterale Flüsse, Gletscher und Schnee, verschiedene administrative Systeme) unter Einschluss natur-, ingenieur- und verhaltenswissenschaftlicher Aspekte modelliert.
Die Möglichkeiten neuer Informationstechnologien werden eingesetzt, um die beteiligten Disziplinen zu verbinden und mit DANUBIA eine gemeinsame interdisziplinäre Kommunikationsplattform zu entwickeln, z.B. unter Nutzung des industriellen Standards UML (Unified Modeling Language).
Das agentenbasierte Modell DUNE (Domestic water Use and Needs) wurde im umweltpsychologischen Teilprojekt in JAVA implementiert unter Hinzuziehung einer Reihe von eigens erhobenen Variablen und aktueller Theorien über Ressourcennutzungsverhalten. Die Datenerhebung umfasste u.a. eine repräsentative Umfrage von Wassernutzung und Risikowahrnehmung in Haushalten. Das gekoppelte DUNE-Modell repliziert die tatsächliche Wassernutzung eines Referenzzeitraums in den 90er Jahren.
Weiterführung
Seit 2004 wird ein sog. tiefes Prozessmodell entwickelt. Eine solche prozessorientierte Verhaltenserklärung ist nötig für die fundierte Einschätzung von zukünftigen Entwicklungen. Das Modell ist lokal und nach Akteuren differenziert und soll reaktiv in bezug auf Wasserparameter und ökonomische wie politische Rahmenbedingungen sein sowie auch weitere Anpassungen abbilden können, wie z.B. die Verbreitung neuer wasserbezogener Technologien.
detaillierte Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter http://www.glowa-danube.de

Last updated on 2017-11-07 at 14:14