Externally funded project

FLIGNUM - Textil


Project Details
Project duration: 03/201902/2022


Abstract

Im geplanten Projekt sollen Weidenschienen an ihren beiden Enden
(Stirnseiten) verlängernd miteinander fest verbunden werden, so dass ein
langer, wickelbarer Streifen entsteht. Dieser soll als Monofil
bezeichnet werden, da Monofile quasi endlose Fäden aus nur einem Element
mit – für Textilien - relativ großem Durchmesser von > 0,1 mm sind.
Es soll möglich sein, unterschiedliche Querschnitte des Monofils
herzustellen. Der Herstellungsaufwand des Mo-nofils wird dabei als
vielfach geringer eingeschätzt als der von gesponnenen Naturfasern wie
Flachs, Hanf oder Sisal, bei denen erst die Faser aus der Pflanze gelöst
und dann gesponnen werden muss. Das Monofil wird durch bekannte
spanende und fügende holztechnische Verfahren hergestellt, die jedoch
auf den extrem kleinen Querschnitt des Monofils angepasst werden müssen.
Der fertig hergestellte Endlosfaden soll dann als Halbzeug für die
maschinelle Herstellung von unterschiedlichen textilen Flächengebilden
zur Verfügung stehen. Die Charakterisierung des Fadens soll im geplanten
Vorhaben am Beispiel von Geweben, Geflechten, Gelegen und Wicklungen
erfolgen. Die Vorteile von Flächentextilien aus Holz werden in einem
besonders günstigen Verhältnis von Gewicht, Festigkeit und
Drapierbarkeit sowie der charakteristischen, akzeptierten
Holz-OberflächenÄsthetik im Vergleich zu anderen verfügbaren Naturfasern
sowie anderen verfügbaren Holzflächen, insbesondere Formsperrholz,
erwartet. Aufgrund des im Vergleich zu bekannten Fasern großen
Querschnitts des Holzmonofils werden bei der Stapelung und Verklebung
von Flä-chentextilien zu Strukturbauteilen wahrscheinlich weniger
Schichten benötigt als bei allen anderen verwendeten Fasern, um die
gleiche Festigkeit zu erreichen. Durch den textilen Aufbau können über
die verwendete Textiltechnik (z.B. Weben) außerdem erstmals direkt
Funktionsfasern in eine Holzfläche eingebracht werden.


Last updated on 2021-02-03 at 14:35