Externally funded project

Social2Mobility (Social2Mobility: Mehr soziale Teilhabe durch integrierte Raum-, Verkehrs- und Sozialplanung, Teilprojekt 1 - Theoretische Grundlagen, quantitative Empirie und Empfehlungen)


Project Details
Project duration: 04/201903/2022


Abstract

Das Forschungsprojekt Social2Mobility hat zum Ziel,
die soziale Teilhabe von Bevölkerungsgruppen, die sozial benachteiligt,
von Armut bedroht oder betroffen sind, durch eine Steigerung der
Mobilitätschancen zu stärken. In der Raum- und Verkehrsplanung wird die
soziale Teilhabe in der Regel über die objektive Erreichbarkeit
wichtiger Ziele bewertet, ohne dabei individuelle Lebenslagen zu
berücksichtigen. Die Sozialplanung wiederum vernachlässigt häufig
räumliche und verkehrliche Merkmale, wenn Standorte von sozialen
Einrichtungen festgelegt werden.


Das Vorhaben greift beide Fachplanungen und die
diesen Planungen zugrundeliegenden sozial- und
verkehrswissenschaftlichen Instrumente auf, um ein integriertes
sozial-räumliches Konzept zu entwickeln, das die Basis für eine
integrierte Raum-, Verkehrs- und Sozialplanung darstellt. Dazu werden
zunächst als theoretische Basis soziale Indikatoren definiert, die über
das Maß der objektiven Erreichbarkeit hinausgehen und individuelle
Lebenslagen berücksichtigen. Darauf aufbauend werden mit Hilfe
qualitativer und quantitativer Erhebungen Erkenntnisse zu Umfang und
Struktur sozialer Exklusion sowie zu den Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen
zwischen sozialer Teilhabe, realisierter und erwünschter Mobilität und
den Lebenslagen gewonnen. Die Ergebnisse aus Theorie und Empirie bilden
die Basis für eine inter- und transdisziplinäre Entwicklung von
Planungsinstrumenten für eine integrierte Raum-, Verkehrs- und
Sozialplanung. Dabei werden zwei Instrumente erstellt – ein Reallabor,
welches die Partizipation von sozial exkludierten Gruppen ermöglicht,
und ein Verkehrsmodell, welches die Wirkungen von Maßnahmen
szenarienbasiert ermittelt. Basierend auf diesen Instrumenten werden
anschließend Maßnahmen entwickelt, die die Mobilitäts- und
Teilhabechancen der o. g. Bevölkerungsgruppen erhöhen und dabei
gleichzeitig möglichst geringe Umweltbelastungen verursachen. Die
Ergebnisse sollen als Grundlage der Verbesserung von Planungs- und
Entscheidungsprozessen auf kommunaler Ebene dienen. Es werden
Empfehlungen, Instrumente und Maßnahmen entwickelt, die in Planwerke der
Raum-, Verkehrs- und Sozialplanung integriert und
fachdisziplinübergreifend berücksichtigt werden können.


Das Projekt wird im Verbund von der Region Hannover,
der WVI Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH sowie den
Universitäten Kassel und Frankfurt am Main durchgeführt und wird von
Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Leitinitiative
Zukunftsstadt gefördert.



Principal Investigator


Co-Investigators


Research Areas


Last updated on 2020-12-03 at 13:07