Externally funded project

Orientierungssuche bei der privaten Altersvorsorge (OPA)


Abstract
Gegenstand des Forschungsprojektes ist die Frage, wie Entscheidungen im Zusammenhang mit der Kontrahierung staatlich geförderter Vorsorgeprodukte zustande kommen. Angesichts einer zwar sozio-ökonomisch geschichteten, in ihren weiteren Determinanten aber (empirisch) unsystematisch ausgeprägten Vorsorgeneigung wird angenommen, dass im Hinblick auf die Genese solcher Entscheidungen soziale Prozesse grundlegend sind, die bislang nur wenig beachtet wurden: nämlich Erfahrungen, die die Vorsorgesubjekte in Kontexten privater Netzwerkkommunikation sowie fachlicher Beratung sammeln. Das Projekt erforscht diese Prozesse mit Hilfe sekundäranalytischer Datenauswertungen sowie einer qualitativen Expertenbefragung bei (neutralen) BeraterInnen von Verbraucherzentralen; die Sekundäranalysen beleuchten die „soziale Entscheidungsbasis" der Vorsorgesubjekte, die qualitative Befragung der BeraterInnen die Orientierungssuche der Subjekte, aber auch die Dynamik von Meinungsbildungsprozessen in der Beratungssituation selbst. Die übergeordnete Arbeitshypothese lautet, dass sich Vorsorgeentscheidungen unter Bedingungen struktureller Unsicherheit und im Rahmen von Gelegenheitsstrukturen vollziehen, die vom Sparzweck teilweise unabhängig sind und insofern zu einem gleichsam zufällig verteilten Vorsorgeverhalten führen - wodurch sich neue Fragen im Hinblick auf die Regulierung des Vorsorgemarkts sowie auf die bislang diskutierten Ansätze stellen, die neue Rentenlücke zu kompensieren.


Co-Investigators

Last updated on 2017-11-07 at 15:23