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Erarbeitung eines anaeroben Reinigungsverfahrens zur Behandlung von hochkonzentrierten und schwermetallhaltigen Industrieabwässern


Project Details
Project duration: 01/200112/2002


Abstract
In der metallverarbeitenden Industrie fallen große Mengen hochkonzentrierter schwermetallhaltiger Abwässer an, wobei meist der Zinkgehalt am höchsten ist. Zink- wie auch andere Schwermetalle- bilden im salzreichen Abwasser mit anorganischen und organischen Bestandteilen anionische Metallkomplexe. Diese lassen sich durch Zugabe von Sulfiden fällen.
Sulfid kann der Abwasserbehandlung generell auf zwei Wegen zugeführt werden: Zum einen als Chemikalie, zum anderen als Produkt der "Sulfat-Atmung" der sulfatreduzierenden Bakterien (SRB). Der zweite Weg ist wesentlich effizienter, weil das Abwasser nicht zusätzlich mit Chemikalien belastet wird, sondern im Gegenteil ein Teil der Schmutzstoffe im Abwasser (organische Bestandteile und anorganische Salze) von den SRB aufgenommen, in der Biomasse fixiert und so dem Abwasser entzogen wird.
Die neu für die Abwasserbehandlung eingesetzten anaeroben Reinigungsverfahren wie z. B. "THIOPAQ process" der Firma PAQUES sind in der Lage, Industrieabwässer mit einem Zinkgehalt bis ca. 230 mg Zn/l zu behandeln. Abwässer der metallverarbeitenden Industrie weisen jedoch häufig höhere Zinkkonzentrationen auf.
Zu beachten ist auch, daß "THIOPAQ process" für Schwermetalle zwar gute Eliminationsraten aufweist, aber die eingesetzten Mikroorganismen ein teures Substrat benötigen.
Ziele des bearbeiten deutsch-russischen Forschungsprojektes sind:
Selektion und Anreicherung hochaktiver SRB-Stämme zur Behandlung von schwermetall-haltigen hochkonzentrierten Abwässern
Adaption angereichter SRB an alternative, kostengünstige Substrate
Erarbeitung eines verbesserten anaeroben Reinigungsverfahrens mit angereicherten hoch-aktiven SRB zur Behandlung hochkonzentrierter, insbesondere zinkhaltiger (bis ca. 1000 mg Zn/l) Industrieabwässer.

Last updated on 2017-11-07 at 14:16