Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Einsatz von Raufuttermitteln (Silage, Weidelgras, Topinambur und Stoppelrüben) im Vegetationsverlauf in der ganzjährigen Freilandhaltung von Mastschweinen (Raufutter Schweine Freiland)


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 03/200602/2008


Zusammenfassung
Im Forschungsvorhaben sollte die Aufnahme verschiedener Feldfrüchte
durch Mastschweine im Freiland mittels Titandioxid als Marker und anhand
von in vitro Verdaulichkeitsbestimmungen quantifiziert werden. In vier
Mastdurchgängen hatten die Tiere der Versuchsvarianten freien Zugang zu
den Feldfrüchten, während die Kraftfutterzuteilung um 15% (Anfangsmast)
bzw. 30% (Endmast) gegenüber den Kontrollvarianten reduziert war.

Die Tageszunahmen variierten erheblich zwischen und innerhalb der
Fütterungsvarianten. Mit Topinambur als Feldfrucht konnten gegenüber den
Kontrollvarianten deutlich höhere Tageszunahmen erzielt werden, während
diese bei den übrigen Raufutterkomponenten zum Teil deutlich abfielen.
Die Schlachtkörper wiesen im Mittel hohe Muskelfleischanteile auf.

Untersuchungen zur Verdaulichkeit der Futtermittel führten zwischen den
drei in vitro Verfahren (enzymatische Inkubation, Fermentation und
enzymatische Vorbehandlung vor der Fermentation) zu vergleichbaren
Resultaten und lassen alle Verfahren als geeignet erscheinen.
Mit im
Mittel 41,2% ± 5,1% wiesen die Kotproben sehr hohe Gehalte an Rohasche
auf. Die Übereinstimmung der Elementmuster der Seltenen Erden zwischen
den Kot- und Bodenproben legt den Schluss nahe, dass die Gehalte im Kot
nahezu ausschließlich aus der aufgenommenen Erde herrührten. Die Analyse
von Titandioxid im Kot nach Kjeldahl-Aufschluss führte nicht zu validen
Ergebnissen. Diese wurden erst nach wiederholtem Druckaufschluss und
Messung mittels ICP-OES erzielt.
Aufgrund der hohen Aufnahmemengen
von Erdmineralien sowie deren Interferenz mit Titandioxid wird
geschlussfolgert, dass die Titandioxidgehalte im Kot keine belastbaren
Rückschlüsse auf die Raufutteraufnahme zulassen und Titandioxid als
Marker unter Freilandbedingungen nicht geeignet ist. Mögliche Risiken
hinsichtlich des Verbraucherschutzes bei der Haltung von Schweinen auf
potentiell rückstandsbelasteten Böden bedürfen weiterer Untersuchungen.


Forschungsfelder



Publikationen

2013
2013
2009

Zuletzt aktualisiert 2019-05-07 um 17:15