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Promotionsvorhaben: Virtuelle Personalqualifizierung - Erfahrungen und Erwartungen mit Telelernen im Betrieb


Project Details
Project duration: 05/199911/2001


Abstract
In den letzten Jahren haben sich aufgrund der konsequenten Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologie) verstärkt flexible Unternehmensstrukturen gebildet, die einen hohen Qualifikationsstand bei den Beschäftigten erfordern. Schlagwörter und Konzepte wie "lebenslanges Lernen" oder "lernende Organisation" sind heute bereits in vielen Unternehmen umgesetzt. Die neuen IuK-Technologien erlauben heute effizientere Formen des Datenaustausches. Die sich daraus ergebenden Chancen können und werden auch in der Personalqualifizierung genutzt. Somit kann mittels moderner IuK-Technologie fraktales Wissen flexibel, zeit- und bedarfsgerecht unternehmensweit zur Verfügung gestellt werden. Beispiele solcher Systeme sind: ? Computer based Training (CBT), ? Telelearning, ? Web based Training (WBT) ? Virtuelle Lernplattformen, ? Virtuelle Lernzentren, ? Virtuelle Lehrgänge, ? Virtuelle Universitäten, etc. Dabei kommen unterschiedliche technische Lösungen zum Einsatz. Einerseits lokal auf dem Rechner installierte Lernsoftware (z.B. CD-ROM, CBT), andererseits Online-Angebote über Inter- oder Intranet (WBT). Einige Firmen haben Konzepte für ihre eigene innerbetriebliche Personalqualifizeriung entwickelt, während andere Firmen diese Angebote auf dem freien Markt einkaufen. Darüber hinaus gibt es freie Angebote im Internet, auf die jeder zugreifen kann, nachdem er die entsprechende Teilnehmergebühr bezahlt hat.
Problemstellung In dem Forschungsvorhaben sollen mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens die Verantwortlichen des Personal- bzw. Weiterbildungswesens zu folgenden Aspekten befragt werden: ? Welche Unternehmen bieten virtuelle Personalqualifizierung an? ? Wie wird das Angebot von den MitarbeiterInnen angenommen? ? Welche Unternehmen, welche Branchen setzen computergestützte Aus- und Weiterbildungskonzepte ein? ? Welche Arten von virtuellen Qualifikationsangeboten werden den MitarbeiterInnen angeboten? ? Was sind die Inhalte und Ziele der virtuellen Personalqualifizierung? ? Wie werden die Kosten und Risiken der virtuellen Personalqualifizierung von den Unternehmen eingeschätzt? ? Unterscheidet sich die Einschätzung der Kosten und Risiken in Abhängigkeit von der Branche, in der ein Unternehmen tätig ist? ? Wie wird das Potential der virtuellen Personalqualifizierung eingeschätzt?
Außerdem sollen 3 Fallstudien von Anbietern virtueller Personalqualifizierung aus verschiedenen Bereichen erstellt werden, um Betreiberprofile darstellen zu können. Fragestellungen sind: ? Welche Schwerpunkte setzen die Bildungseinrichtungen bei Ihrem Angebot zum WBT? ? Welche Bildungsmaßnahmen werden mit Hilfe von WBT angeboten? ? Was sind die Zulassungsbedingungen und wer sind die Zielgruppen? ? Was sind die Lerninhalte und welche Lernmethoden und -tools werden eingesetzt? ? Was für technische Hilfsmittel kommen zum Einsatz? ? Welche Bedeutung hat der WBT-Einsatz für die Weiterbildungseinrichtung? ? Welche Bedeutung hat der WBT-Einsatz für das Ausbildungspersonal? ? Welche Bedeutung hat der WBT-Einsatz für die Lernenden?
Es soll eine möglichst große Zahl von Branchen und bundesweit tätigen Unternehmen in die Untersuchung einbezogen werden. Quantitativer Teil (Fragebogenerhebung): 520 Unternehmen aus den Branchen: ? Konsumgüterindustrie, ? Elektrotechnik, EDV, Telekommunikation, ? Maschinen- und Fahrzeugbau, ? Banken und Versicherungen, ? Medienindustrie und ? Handel Den angeschriebenen Unternehmen wird ein Kurzfragebogen (max. 5 Seiten; Bearbeitungszeit max. 20 min.) mit der Bitte um Mitarbeit versandt. Damit auch Unternehmen den Fragebogen ausfüllen können, die bislang noch keine computergestützte Aus- und Weiterbildung betreiben, wird ein Glossar mit Erläuterungen zu den wichtigsten im Fragebogen enthaltenen Begriffen und Konzepten beigefügt. Der Fragebogen soll aus folgenden Teilen bestehen: ? Teil A: Fragen zum lokalen Einsatz von IuK-Technologie zur Aus- und Weiterbildung (CBT). Was wird genutzt? Kosten? Nutzung? Erfolg? Barrieren? Gründe des Einsatzes? ? Teil B: Fragen zum vernetzten Einsatz von IuK-Technologie zur Aus- und Weiterbildung (WBT). Was wird genutzt? Kosten? Nutzung? Erfolg? Barrieren? Gründe des Einsatzes? ? Teil C: Fragen zur Konstruktion des Angebots. Eigenes Angebot? Outgesourct? freie Anbieter? Gründe? ? Teil D: Allgemeine Angabe. Branche, Mitarbeiteranzahl
Qualitativer Teil (Fallstudien): In diesem Teil der Erhebung werden unter Berücksichtigung eines Interviewleitfadens Gespräche bei Anbietern virtueller Lernzentren geführt. Drei Fallstudien aus den Bereichen freie Anbieter und innerbetriebliche Anbieter von virtuellen Lernzentren sind durchzuführen und zu analysieren. In Kombination mit der quantitativen Erhebung ergibt sich so ein Bild über die Anforderungen der Unternehmen und die bisherigen Angebote bzw. Umsetzungen. Der Interviewleitfaden besteht aus den folgenden inhaltlichen Blöcken: ? Informationen zum Unternehmen, ? Informationen zu Weiterbildungsmaßnahmen, ? Zulassungsbedingungen und Zielgruppen, ? Fortbildungsprogramm und Lerninhalt, ? Lehrmethoden und -Tools, ? Organisation der Maßnahme, ? Technische Hilfsmittel, ? Bedeutung des Internet Einsatzes für das Unternehmen, ? Bedeutung des Internet Einsatzes für das Ausbildungspersonal, ? Bedeutung des Internet Einsatzes für die Lernenden.
Fallstudienteilnehmer sind: Dr. Weiss & Partner GmbH, Markneukirch; Deutsche Telekom AG, Fulda und Volkswagen Coaching GmbH, Wolfsburg


Principal Investigator

Last updated on 2017-11-07 at 14:17

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