Project without external funding

Wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Ägypten; River Water Quality no. 1


Project Details
Project duration: 08/200411/2004


Abstract
Im Rahmen seines Gastaufenthaltes wird Herr Ass. Prof. Dr. Walid Khalifa von der Universiät Kairo in Ägypten das River Water Quality no. 1 (RWQM1) anwenden und im Pilotprojekt zur EG-Wasserrahmenrichtlinie "Flussgebietsmanagement Werra" mitarbeiten. Herr Khalifa wird dabei die Anwendungsprobleme des Modells sowie die Wasserqualitätsmodellierung im Rahmen künftiger Bewirtschaftungspläne in der Europäischen Union kennenlernen. Seine Erfahrungen in Ägypten werden die Diskussionen bereichern und die Qualität seiner Forschung in Ägypten wird durch seine neuen Erkenntnisse verbessert. Wesentliches Ziel der Arbeit ist die Bewertung von punktuellen und diffusen Einträgen auf den Stoffhaushalt der Hasel (Nebengewässer der Werra). Insbesondere sollen die Belastungsdauer und die Belastungsintensität für die Parameter Ammoniak und Sauerstoff untersucht werden, da diese toxische Bedingungen im Gewässer hervorrufen können. Die Gewässergütemodellierung wird mit dem River Water Quality Model No. 1 (Umsetzung mit dem Programm AQUASIM) durchgeführt. Diese Vorgehensweise ermöglicht sowohl die Identifizierung signifikanter punktueller als auch diffuser Einleitungen. Zur Beurteilung der stofflichen Beeinträchtigung dient die berechnete Ammoniakbelastung (NH3-N) im Gewässer. Um die Wirkung einer NH3?N-Belastung auf empfindliche Organismen zu berücksichtigen, wird als Grenzwert eine kritische Ammoniakdosis definiert. Diese zeitabhängigen Dosiswerte zeigen an, bei welcher Belastung etwa 10 % der Bachforellenpopulation stirbt. Die NH3?N-Dosis berechnet sich aus der Summe der NH3?N-Konzentrationen im Fliessgewässer multipliziert mit der Einwirkzeit. Überschreitet die errechnete NH3?N-Dosis die kritische NH3?N-Dosis, so liegt eine kritische stoffliche Belastung vor. Eine ähnliche Vorgehensweise ist für die Beurteilung des Sauerstoffhaushaltes im Gewässer vorgesehen. Abschließend sollen alle Belastungen, die toxische Bedingungen im Gewässer hervorrufen, ermittelt werden und Maßnahmen zu Verringerung der Belastungen vorgeschlagen werden.

Last updated on 2017-11-07 at 14:17