Project without external funding

Stabilisierung bruchgefährdeter Flussdeiche mit Dränelementen zur Sickerwasserfassung und Bewehrung


Project Details
Project duration: 04/200503/2008


Abstract
Entlang von Flüssen und Strömen existieren allein in Deutschland mehrere hundert Kilometer Flussdeiche in althergebrachter Bauweise. Diese Deiche wurden über längere Zeiträume durch unmittelbar in der Nähe vorhandene Materialien sukzessive gebaut und erhöht. Sie sind häufig nicht im Stande, den verschärften Hochwasserbelastungen der letzten Jahre schadensfrei standzuhalten und damit letztendlich ihrer Schutzfunktion gerecht zu werden.
Eine den Erfordernissen gerecht werdende Ertüchtigung bzw. - wo notwendig - eine Erneue-rung der Deichstrecken kann aus Kostengründen flächendeckend allenfalls langfristig erfolgen. Zusätzlich erschwert werden notwendige Genehmigungsverfahren und Sanierungsmaß-nahmen durch die Eigentumsverhältnisse / Bestandsschutz an den Deichen angrenzender Grundstücke und Bauwerke.
Auf dieser Grundlage besteht die Notwendigkeit, innovative Verfahren und Sicherungstechniken zu entwickeln, die
- kurz- und mittelfristig im Hochwasserfall zur Gefahrenabwehr leicht und schnell dort einsetzbar sind, wo Deichbrüche sich ankündigen,
- an erwiesenermaßen kritischen Deichabschnitten (z. B. bekannt aus Erfahrungen zurückliegender Hochwasserereignisse) eine effektive und preisgünstige Verbesserung des bestehenden Zustandes erlauben, bis eine umfassende Ertüchtigung erfolgen kann und
- eine dauerhafte Stabilisierung in räumlich begrenzten Bereichen durch zusätzliche Bewehrungseffekte von gegebenenfalls neu entwickelten Dränelementen bewirken.
Eine Methode zur Stabilisierung bestehender Deiche mit möglichst geringem finanziellen und bautechnischen Aufwand zu entwickeln, sowie der grundlegende Nachweis der Machbarkeit dieser Prinziplösung sind das Ziel der Untersuchungen. In einem zweiten Schritt kann daraus später eine industrielle Anwendung entwickelt werden.
Am Institut für Geotechnik wurden räumliche Berechnungen durchgeführt, in denen sich die Auswirkungen der Dränelemente, die sich günstig auf die Standsicherheit auswirken, einzeln untersucht und quantifiziert wurden. Unter anderem sind dies:
- Die positive Beeinflussung der Lage der Sickerlinie in Abhängigkeit der Dränlänge und des Dränabstands.
-Die Ausbildung eines teilgesättigten Bereiches und damit einhergehend einer Saugspannung.
Parallel wurden numerische Untersuchungen zur Scherkrafterhöhung durch konstruktive Elemente durchgeführt. Die Berechnungsergebnisse wurden an Element- und Modellversuchen validiert.
Zusammen mit den Verbundpartnern wurden Großversuche im Maßstab 1:1 zur oben beschriebenen Fragestellung durchgeführt.


Principal Investigator

Last updated on 2017-11-07 at 14:18