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Internationale Ringvorlesung Medienforschung und Medienkultur mit Blick auf die documenta 12


Project Details
Project duration: 04/200707/2007


Abstract

Internationale Ringvorlesung "Medienforschung und Medienkultur"

Mit Blick auf die documenta12

"MediaCultureArt"

Der Podcast zur Veranstaltung steht im Vortragsarchiv zur Verfügung.

Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft und Medienpädagogik treffen auf zeitgenössische Kunst
Im Sommersemester 2007 veranstaltete die Medienpädagogik der Uni Kassel zusammen mit dem Institut für Erziehungswissenschaft die "Internationale Ringvorlesung Medienforschung und Medienkultur mit Blick auf die documenta 12". Als Referenten waren Hochschulprofessoren aus Brasilien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz zu Gast in Kassel. Sie schlugen von ihrer aktuellen Forschung ausgehend mit interdisziplinären Ansätzen die Brücke zwischen aktueller Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft und Medienpädagogik auf der einen Seite und der documenta 12 auf der anderen. Die drei Leitmotive der documenta 12 "Ist die Moderne unsere Antike?", "Was ist das bloße Leben?" und "Bildung: Was tun?" boten dabei offene und interessante Fragestellungen, die sich in vielen Bereichen mit dem Denkansatz der Ringvorlesung, nämlich Medien, Kultur und Kunst in den Kontext von Medienangebot und Mediennutzung im Alltagsleben zu setzen, verbinden ließen. Die Referenten wählten ihre Bezugspunkte selbst, und was anfangs als Versuch im Raum stand, konkretisierte sich in den Vorträgen. So fanden Aspekte von Medienrecht, Medienpolitik, Medienrezeption, Medienanalyse, Medienpädagogik, Filmwissenschaft, Journalismus und Kunstwissenschaft theoretisch und praktisch Anbindung an die drei Leitmotive der Ausstellung, einzelne Kunstwerke und Beobachtungen zum Publikum.

Neue Denkräume und Vermittlungsansätze entstehen im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Popkultur, Expertenwissen und Laieninteresse
Der Verantwortliche Prof. Dr. Ben Bachmair und die Organisatorin Judith Seipold M.A. haben die Ringvorlesung als offenes Forum konzipiert, das Studierende zum selbständigen Forschen und Reflektieren anregen, bei fachfremden Zuschauern und Zuhörern das Interesse am Fach und seinen Denkansätzen wecken und den Hochschuldozenten heterogenes Publikum bieten und so neue Denkräume und Vermittlungskonzepte eröffnen wollte. Als Ort wurde das TV-Studio des Medienprojektzentrums Offener Kanal in Kassel (MOK) gewählt. Damit war nicht nur der technisch professionelle und reibungslose Ablauf ermöglicht, sondern auch die AV-Aufzeichnung der Beiträge. Zudem wies das Ambiente eines TV-Studios den Beteiligten neue Rollen zu, da der Hochschulkontext räumlich in den Hintergrund trat und sich Wissenschaft in einem populärkulturellen Rahmen wieder fand. Zu sieben Terminen trafen sich zahlreiche Interessierte im TV-Studio des MOK im Kasseler Hauptbahnhof, an zwei weiteren im TV-Studio des Zentralen Medienbereichs der Uni. Im Anschluss an die Vorträge nahmen Publikum und Referenten die Gelegenheit zur Diskussion wahr. Studierende bearbeiteten vor- und nachbereitend einen der Vorträge als selbst gewähltes Schwerpunktthema für das Semester und beteiligten sich kompetent und aktiv am Diskurs. Für weiterführende Diskussionen und das Materialarchiv stand ein Raum auf der Studienplattform zur Verfügung.

Praktische Medienarbeit und e-learning als Ausgangspunkt für Nachhaltigkeit und Innovation in Studium und Lehre
Nachhaltigkeit von Wissenschaft erfordert bekanntlich ein hohes Engagement in Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung. Entsprechend waren zu jedem Termin bis zu zehn Personen in die Arbeit involviert, um sowohl den Anforderungen einer Präsenzveranstaltung als auch denen einer e-learning-Einheit gerecht zu werden. Dabei ist es vor allem dem Einsatz der Studierenden des European Master of Arts in Media, Communication and Cultural Studies zu verdanken, dass die Vorträge als AV-Material entstanden sind. Sie haben im Rahmen ihres Studiums in Kassel TV-Studiokurse und theoretische Reflexion von AV-Produktion professionell umgesetzt und Studiovorbereitungen, Regie, Kamera- und Tonaufzeichnungen übernommen. Der Offene Kanal sendete die Vorträge nach ihrem Erscheinen im Fernsehen. Über ihre Website erreicht die Medienpädagogik Uni Kassel weiterhin ein großes Publikum. Die Vorträge, von Klaus Rummler M.A. als audio-podcasts aufbereitet, stehen auf www.medienpaed-kassel.de zum download. Die Ausstattung für die digitale Aufzeichnung der Veranstaltungen stellte der Zentrale Medienbereich zur Verfügung. Neben den podcasts entsteht zu Studienzwecken eine DVD. Sie enthält die einzelnen Vorträge als Video- und als audio-podcast, die dazugehörige Präsentation sowie das Vortragsmanuskript. Diese DVD wird als e-learning-Modul des European Master künftig von Studierenden aus aller Welt genutzt. Eine Buchveröffentlichung mit ergänzenden Beiträgen ist in Arbeit.

Zwar nicht Ziel, jedoch fruchtbarer Nebeneffekt der Ringvorlesung war, im Rahmen des Erasmus Sokrates Programms die internationalen Beziehungen zu europäischen und internationalen Partnerhochschulen über das European Masterprogramm hinausgehend für Forschung und wissenschaftlichen Diskurs auszubauen. So sind die ortsansässigen Lehrenden und Honorarprofessoren mit den internationalen Gästen in den Dialog getreten. Gegenbesuche sind bereits in Planung.


Last updated on 2017-11-07 at 14:18