Project without external funding

Länderanalysen im Hinblick auf deutsche Studienangebote im Ausland


Project Details
Project duration: 20032009


Abstract
Im Zuge des Globalisierungstrends werden Studienanbieter immer häufiger auch außerhalb ihrer Sitzländer aktiv: Immer mehr Hochschulen exportieren einzelne Studienangebote oder eröffnen sogar Außenstellen in anderen Ländern. Im Rahmen des GATS (General Agreement on Trade) ist zudem künftig eine deutliche Erleichterung der Präsenz aller Arten von Bildungsdienstleister außerhalb ihrer Ursprungsländer zu erwarten. Nachdem Bildungsanbieter aus Australien, Großbritannien und den USA zunehmend den weltweiten Bildungsmarkt erobern, sollen nun - so der politische Wille des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft (BMBF) und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) - auch die deutschen Hochschulen mit ihren Qualitätsangeboten mehr internationale Präsenz zeigen. Als Grundlage für die Ausweitung der Aktivitäten deutscher Hochschulen im Ausland entwickelten Ute Lanzendorf und Karola Hahn im Auftrag des DAAD ein problemorientiertes Raster bzw. einen Fragenkatalog, mit dem die spezifischen Rahmenbedingungen potenzieller Zielländer für einen "Studienexport" erfasst werden können. Auf der Grundlage dieses Rasters entstanden 2003-2004 neun Länderstudien zu potenziellen Zielländern. Jede Länderstudie beinhaltet eine Darstellung der allgemeinen und hochschulspezifischen Rahmenbedingungen für das Angebot deutscher Studienangebote sowie eine Stärken-Schwächen-Analyse. Die Berichte über diese Länder ((Türkei, Russland, Brasilien, Mexiko, Jordanien, Kenia, Namibia, Südafrika, Vietnam und Singapur) werden vom DAAD auf seinen Internetseiten bereitgestellt und wurden in überarbeiteter Form von Carola Hahn und Ute Lanzendorf in dem Band "Wegweiser Globalisierung - Hochschulsektoren in Bewegung" publiziert.
Durch die problemorientierte Zusammenstellung von Faktenwissen über potenzielle Zielländer deutscher Studienangebote im Ausland entsteht zum einen ein Orientierungsrahmen für am Studienexport interessierte Hochschulen. Das heißt, den Hochschulen werden Informationen darüber bereitgestellt, wie sie Studienangebote gezielt im Ausland platzieren können. Zum anderen kann der DAAD das erarbeitete Raster und die systematischen Informationen als Grundlage für Auswahlentscheidungen über künftig zu fördernde Angebote deutscher Studienprogramme im Ausland einsetzen.
Im Sommer 2007 wurde die zweite Projektphase beendet. In dieser Phase wurden Länderstudien zu Chile, Indien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Libanon und Saudi-Arabien abgeschlossen, es schließen sich Untersuchungen zu Malaysia, Indonesien und Georgien an.

Last updated on 2017-11-07 at 14:19