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BURDEN-SHARING - Szenarien für die Verteilung von Klimaschutzlasten und ihre Auswirkungen


Project Details
Project duration: 10/200010/2002


Abstract
Zielsetzung
Die Verhandlungen für die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls unter dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen zur Klimaänderung (UNFCCC) stehen kurz vor der Vollendung. Ein schwieriges, oft vermiedenes Thema für die Fortsetzung der Verhandlungen ist die Ausweitung bindender Klimaschutzverpflichtungen auf die sogenannten Entwicklungsländer (Stichwort "Burden Sharing"). Um einen sinnvollen Beitrag zu dieser Diskussion zu leisten, hat dieses Projekt folgende Ziele:
- Die Zusammenstellung von Kriterien und Regeln, die es erlauben, auf der Basis von Gerechtigkeits- und Machbarkeitsprinzipien die Beiträge einzelner Länder und Regionen zu langfristigen Klimaschutzmaßnahmen zuzuweisen.
-? Die Entwicklung neuer regionaler und globaler Emissionsszenarien durch Anwendung dieser Regeln in Kombination mit den neuen Szenarien der wirtschaftliche und technische Entwicklung, die das "Intergovernmental Panel on Climate Change" (IPCC) erstellt hat.
-? Die Berechnung des Klimawandels, der durch diese neuen Emissionsszenarien verursacht wird.
-? Eine Einschätzung der Effektivität der "Burden Sharing"-Regeln durch einen Vergleich der Klimaauswirkungen der "Burden Sharing" Szenarien mit den Auswirkungen der IPCC-Referenzszenarien.

Ergebnisse Erste Ergebnisse erlauben die Darstellung eines möglichen Verlaufs der mittleren Pro-Kopf-Emissionen in Industrie- und Entwicklungsländern für den Zeitraum bis 2100. Diesen Emissionspfaden liegt die Regel zugrunde, dass die Entwicklungsländer schrittweise steigende Verpflichtungen akzeptieren, sobald (1) ihr Pro-Kopf-Einkommen ein vorgegebenes Niveau erreicht, und (2) ihre Pro-Kopf-Emissionen gegen die der Industrieländer konvergieren. Die resultierenden Emissionspfade zeigen, dass aufgrund der heutigen niedrigen Pro-Kopf-Emissionen und des niedrigen Pro-Kopf-Einkommens der Entwicklungsländer die Industrieländer zu Beginn den größten Teil der Klimaschutzmaßnahmen tragen müssten. Jedoch müssten aufgrund der Heterogenität unter den Entwicklungsländern einige von ihnen nach diesen Regeln ebenfalls relativ früh mit Emissionskontrollen beginnen. Es wäre wünschenswert, dass der Zwischenbericht mit diesen Ergebnissen direkten Einfluss auf die Ausgestaltung der zweiten Verpflichtungsperiode zum Kyoto-Protokoll nimmt.

Weiterführung
Der künftige Schwerpunkt wird bei der Auswirkungsanalyse sowohl der IPCC-Szenarien als auch der "Burden Sharing" Szenarien liegen. Es werden mit Hilfe der globalen Modelle IMAGE, WaterGAP und des "Global Agroecological Zone" Modells des IIASA drei Indikatoren untersucht: - die Änderung der Dürrehäufigkeit, - die Änderung der Hochwasserhäufigkeit, - die klimainduzierte Änderung der Erträge wichtiger Getreidesorten.
Die Ergebnisse dieser Berechnungen werden hoffentlich zu einer Verstärkung der bisher formulierten Klimaschutzziele beitragen.


Last updated on 2017-11-07 at 13:40