Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Beeinflussung von Gewässer und Abwasserreinigungsanlagen durch die Zugabe von Stoffen in Freispiegelkanälen zur Geruchsminimierung


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 11/200312/2004


Zusammenfassung
Zur Untersuchung der Problematik der "Beeinflussung von Gewässern und Abwasserreinigungsanlagen durch die Zugabe von Stoffen in Freispiegelkanälen zur Geruchsminimierung", wurde die FH Köln gemeinsam mit der Universität Kassel und den Stadtentwässerungsbetrieben (StEB) Köln, AöR von dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) des Landes Nordrhein-Westfalen im November 2003 beauftragt, ein Forschungsvorhaben durchzuführen.
Das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft wird im Rahmen dieses Forschungsvorhabens zum Thema "Geruch" umfangreiche Untersuchungen durchführen, wie z.B. Grundlagenexperimente zur Entstehung von Geruch im Labormaßstab, in deren Rahmen Einflussfaktoren zur Geruchsstoffentstehung und geeignete Gegenmaßnahmen untersucht werden. Die auf dieser Grundlage zur Geruchsminimierung als geeignet erscheinenden Verfahren werden großtechnisch an einer Versuchsstrecke in Köln hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit untersucht. So gilt es z.B. Verfahren zur Vermeidung von Geruchsemissionen aus Kanalisationen durch Verhinderung der Geruchsstoffentstehung oder durch Unschädlichmachung bereits entstandener Geruchsstoffe durch die Zudosierung von Stoffen mit Hilfe objektiver quantitativer Messverfahren zu prüfen. So wird die so genannte GeruchsEmissionsPotenzial (GEP) - Messmethodik angewendet, worüber eine objektive Quantifizierung und Charakterisierung der in einer Probe enthaltenen Geruchsstoffe möglich wird. Mit der GEP-Messmethodik könnten so auch z.B. industrielle Einleitungen von Geruchsstoffen in ein Kanalsystem beschränkt und überwacht werden.
Das Untersuchungsprogramm Geruchsstoffentstehung gepaart mit großtechnischen Versuchen zu Verfahren der Geruchsminimierung in der Großstadt Köln soll Aufschluss über Ursache, Messung sowie Minderung von Geruchsstoffen in Freispiegelkanalisationen geben. Ziel ist es, für die in letzter Zeit gehäuft auftretenden Geruchsbeschwerden in nordrhein-westfälischen Gemeinden die Entstehung und Lösungsmöglichkeiten hinreichend genau beschreiben zu können, um eine breite Anwendung auf andere ähnlich gelagerte Problemfälle in NRW, wie sie in jüngster Zeit vermehrt auftreten, gewährleisten zu können.

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 13:40