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Kosten und Finanzierung des Studiums in Europa


Project Details
Project duration: 19972004


Abstract
Das Wissenschaftliche Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung erstellte im Auftrag des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen 1997-1999 eine vergleichende empirische Studie zu Studienkosten und Studienfinanzierung in 15 europäischen Ländern.
Das Anliegen der Studie war, die vielfältigen Aspekte von Studienkosten und Studienfinanzierung möglichst vollständig darzustellen. denn Analysen, die sich jeweils nur auf die Ausbildungsförderung, auf Studiengebühren oder die Studienfinanzierung konzentrieren, erweisen sich oft als irreführend, wenn sie nicht das Zusammenspiel der wichtigsten finanziellen Kosten und Entlastungen berücksichtigen. Hinzu kommt, dass es neben der staatlichen Studienfinanzierung eine Fülle von zusätzlichen Förderungs- und Entlastungsmöglichkeiten gibt, die zur Abrundung des Bildes einzubeziehen sind. Zudem sollten nicht nur die Fakten von Kosten und Finanzierung erkundet, sondern die dem jeweiligen nationalen System zugrundeliegenden ordnungs-, bildungs-, sozial- und familienpolitischen Konzeptionen mit erfasst werden, um einen Einblick in die Vielfalt der Systemlogiken zu gewährleisten. Von besonderem Interesse war dabei die Frage, welche Rolle den Studierenden durch die Modalitäten der Studienförderung beziehungsweise die Erwartung von Eigenleistungen zugeschrieben wird.
Für die vergleichende Analyse wurden fünf Themenbereiche festgelegt: 1. Bildungssystem (demographische, soziale und ökonomische Faktoren; Bildungsausgaben; Hochschulzugang, Studienaufbau; Bildungsbeteiligung, Sozialstruktur der Studierenden); 2. Studienausgaben (direkte Ausgaben: Studiengebühren und andere hochschulbezogene Aufwendungen; Aufwendungen für Studienmaterialien und Ausgaben für den Lebensunterhalt); 3. direkte staatliche Studienförderung (Institutionen, Formen, Beträge und Dauer; Kriterien für Gewährung und Aufrechterhaltung; Gesamtausgaben des Staates; Gefördertenquote); 4. indirekte Studienförderung (Transferleistungen des Staates und kommerzielle Vergünstigungen; Vergünstigungen bezüglich der sozialen Absicherung von Studierenden; Transferleistungen an die Eltern der Studierenden wie z.B. Kindergeld und Steuerentlastungen; Unterstützung der Studierenden durch ihre Eltern; Einnahmen der Studierenden durch eigene Erwerbstätigkeit) sowie 5. Studierverhalten (Studienneigung und Bildungsbeteiligung; Studienintensität; Studiendauer und Studienabbruch).
Die Studie bezog sämtliche Staaten der Europäischen Union (mit Ausnahme von Luxemburg ) sowie die Schweiz ein.
Die Länderberichte wurden von den folgenden Expertinnen und Experten erstellt: Susanne Anthony und Esbj?rn Molander (Dänemark), Peter Andersson (Schweden), Osmo Kivinen und Juha Hedman (Finnland), Hans Vossensteyn (Niederlande), Thierry Chevaillier und Jean-Claude Eicher (Frankreich), Jan Fiers (Flandern), Dieter Schäferbarthold (Deutschland), Erich Schuster (Österreich), Elke Staehelin-Witt und Patrick Parisi (Schweiz), Patrick Clancy und Deirdre Kehoe (Irland), Gareth Williams und Sharon Jones (Vereinigtes Königreich), Jos?-Gin?s Mora und Adela Garc?a (Spanien), T?nia Couto d?Oliveira und Pedro Telhado Pereira (Portugal), Giuseppe Catalano und Paolo Silvestri (Italien) sowie Vassiliki Georgiadou (Griechenland).
Im Jahr 2004 wurde aufbauend auf diese europäisch vergleichende Studie eine neue ergänzte und aktualisierte Darstellung der Studienfinanzierungssituation in 16 europäischen Ländern (von Schwarz und Rehburg) vorgelegt.

Last updated on 2017-11-07 at 13:41