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Untersuchungen zur Effizienz von Wiedervernässungsmaßnahmen anthropogen gestörter Mittelgebirgsmoore


Project Details
Project duration: 19982005


Abstract
Die Moore und Bruchwälder des Harzes gehören zu den charakteristischen Ökosystemen dieses Mittelgebirges. Vor allem in den Hochlagen über 740 m NN finden sich für Europa einzigartige Hoch- und Übergangsmoore. In der Vergangenheit kam es jedoch im Rahmen bergbaulicher und forstlicher Maßnahmen zu Beeinträchtigungen einzelner Moorflächen durch Entwässerung und kleinflächigen Torfabbau. Die durch Wasserentzug in den ursprünglich weitgehend wassergesättigten Torfkörpern entstandenen oxidativen Verhältnisse bewirken eine fortschreitende Mineralisierung der akkumulierten organischen Substanz. Dieser Prozess führt langfristig zum Verlust der typischen Hochmooreigenschaften; besonders die abgesenkten Wasserstände und die in Lösung gegangenen Nährstoffe haben eine Veränderung der Standortverhältnisse und somit der Vegetation zur Folge. Da Moore als Sonderstandorte einen herausragenden Wert für den Naturschutz besitzen, wird durch Verschließen der künstlichen Entwässerungsgräben versucht, die anthropogenen Veränderungen wieder aufzuheben.
Gegenstand der laufenden Arbeit sind Untersuchungen zur Effizienz der durchgeführten Wiedervernässungsmaßnahmen. Die zentrale Fragestellung ist hierbei, ob mit den eingeleiteten Maßnahmen in den beeinträchtigten Mooren eine Wasserretention erreicht werden kann, die dauerhaft die Voraussetzungen für eine Renaturierung beziehungsweise für eine Regeneration mit dem Wiedereinsetzen eines Moorwachstums schafft. Im Rahmen der Untersuchungen werden nicht nur vegetationskundliche Erhebungen durchgeführt, sondern auch hydrogeologische, hydrochemische und physikalische Parameter der Moore untersucht. Zum Vergleich werden Referenzflächen in nicht wiedervernässten Bereichen der jeweiligen Moore angelegt, dies insbesondere im Hinblick auf natürliche Regenerationsprozesse.

Last updated on 2017-11-07 at 14:22