Project without external funding

Medienkultur des Komischen


Project Details
Project duration: 01/199912/2001


Abstract
Forschungskooperationen Das Projekt setzt sich zum Ziel, am Auf- bzw. Ausbau eines überregional bedeutenden Kasseler Kultur- und Forschungszentrums zu Komik und Humor mitzuwirken. Mit dem Kasseler Literaturpreis bzw. der Stiftung Brückner-Kühner und der Caricatura, die beide kooperieren, gibt es hier bereits eine entsprechende Vorprägung. Das Projekt soll strukturell besonders auch zu einer engeren Vernetzung von Hochschule und regionalem Kulturbetrieb beitragen. Im Rahmen des Projekts soll dies vor allem über regelmäßig veranstaltete interdisziplinäre Tagungen erfolgen.
Forschungsperspektive Folgende Fragen leiten das Forschungsinteresse: w Welche sozial- und kulturhistorischen Faktoren bestimmen seitens der Kunst den Enwicklungsprozeß einer Medienkultur des Komischen? w Welche sozialen und kulturellen Differenzen, welche Identitäten werden über Komik markiert? w Welche ästhetischen Programme entwickeln auf welche Weise Konzepte des Komischen? w Mit welchen im weitesten Sinne technischen Mitteln wird Komik erzeugt und verbreitet - synchrone und diachrone Aspekte? w Welche typischen Ausdrucksformen, welche Mediengattungen prägen auf welche Weise die Entfaltung komischer Beiträge oder Themen bereits material vor? w Wie thematisieren sich Medien selbst über komische Ausdrucksformen?
Tagungen Der Diskurs soll sich insbesondere über regelmäßig stattfindende Komik-Kolloquien etablieren. Diese Tagungen laden jeweils ca. zehn Experten unterschiedlicher Disziplinen zu bestimmten Schwerpunktthemen ein. Dabei wird eine möglichst enge Verzahnung dieser wissenschaftlichen mit zusätzlichen künstlerischen Beiträgen angestrebt. Die Ergebnisse sollen elektronisch ggf. auch gedruckt dokumentiert werden. Als Themen sind bislang geplant: 1. Haben Frauen nichts zu lachen? Genderaspekte in der Kunst des Komischen (2000) 2. Intertextualität und Intermedialität der Komik 3. Kultureller und sozialer Wandel des 20. Jahrhunderts im Spiegel der Komik 4. Alterität und Interkulturalität des Lachens.
Erstes Kasseler Komik-Kolloquium. "Haben Frauen nichts zu lachen? Genderstudies zur Kunst des Komischen" Die Arbeit im Projekt konzentriert sich bislang auf die Vorbereitung des ersten Komik-Kolloquiums. Es wird vom 13. - 16. April im KulturBahnhof Kassel stattfinden. Es treffen sich 14 ReferentInnen aus den Bereichen Soziologie, Kulturgeschichte sowie Sprach-, Literatur-, Kunst-, Musik- und Medienwissenschaft. Ihnen wird es zum einen um grundsätzliche Fragen der Geschlechterdifferenz des Lachens in den Künsten gehen: w Wie begründet sich die relative Abwesenheit von Aktricen in der offiziellen Kunst des Komischen? w Ist das Weibliche vor allem präsent als Objekt patriarchal gesteuerter Komik? w Welche psychischen, kommunikativen und (medien-) kulturellen Bedingungen wirken hier ein? w Welche Diskurse schaffen ein Dispositiv für weibliche, männliche oder auch indifferente Lachkulturen? Zum anderen gilt die Aufmerksamkeit konkreten Aspekten und Phänomenen in den einzelnen Künsten und ihren Medien, wobei insbesondere die Frage nach Orten (und Nicht-Orten) des weiblichen Lachens interessieren wird. Die Beispiele sollen dabei sowohl Einblicke in die Historie liefern als auch entsprechende Plätze und Nischen des Kunstsystems ausleuchten. In Vorbereitung der Tagung fand bereits mit einigen Teilnehmern am 17. Juni ein ganztägiger Workshop statt. Zudem wird momentan zum Thema an einem catalogue raisonn? in Form einer Datenbank gearbeitet.

Last updated on 2017-11-07 at 13:41