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Globalisierungsdiskurse in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland: Standortfrage und Meinungsbildung in der 'Globalisierungsfalle' - Pretest


Project Details
Project duration: 05/199701/1998


Abstract
Der in der wissenschaftlichen Debatte weitgefaßte, mit tiefgreifenden kulturellen, ökonomischen, sozialen und politischen Wandlungsprozessen verbundene Globalisierungsbegriff ist - sowohl in seiner normativen wie auch in seiner empirischen Verwendung - aufzuarbeiten, um sodann dessen konnotative "Aufladung" im Prozeß seiner publizistischen Umsetzung und Verbreitung sowie der Rückkoppelungen auf die Standortfrage diskursanalytisch darzustellen. Die Auffassung von Globalisierung als ein Deutungskonzept, das sich jeweils lokal bzw. regional in sozialen Arrangements konkretisiert, strukturiert dabei die Analyse der Verbindung von Globalisierungsdebatte und Standortfrage in ihrer medialen Präsentation. Unter der Hypothese, daß?"Angsterzeugung" als wichtiger Bestandteil der publizistischen Debatten über Globalisierung und Standort nachgewiesen werden kann, sollen die aus der Beschäftigung mit der wissenschaftlichen Debatte gewonnenen Dimensionen desGlobalisierungsbegriffes und dessen semantisches Umfeld für das zu erstellende Analyseinstrument verwendet werden. Erste diskursanalytische Betrachtungen erfolgen anhand der auf CD-ROM vorliegenden Printmedien FAZ, taz, SPIEGEL und ZEIT aus dem Jahr 1996. Die einzelnen Medien sind inbesondere daraufhin zu analysieren, ob sie unterschiedliche Globalisierungsthemen favorisieren und unterschiedliche Akzente bei der Kategorisierung und Bewertung setzen. Ziele der Exploration sind ein Forschungsbericht zur Globalisierungs-/Standortdiskussion, die praktische Operationalisierung der Diskursanalyse sowie die Prüfung weiterer Arbeitsschritte (Auswahl der Medien, Fallbeispiele und Expertengespräche).

Last updated on 2017-11-07 at 14:25

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