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Schienen ohne Grenzen?! ? Internationaler Eisenbahnverkehr zwischen Deutschland und den europäischen Nachbarstaaten im 19. und 20. Jahrhundert


Project Details
Project duration: 20022005


Abstract
Ziel des Projektes ist die historische Analyse des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs zwischen Deutschland und seinen Nachbarstaaten von den Anfängen in den 1840er Jahren bis in die Gegenwart. Entwicklung, Organisation und Betrieb der grenzüberschreitenden Eisenbahnlinien verdeutlichen Erfolge und Misserfolge der Vernetzung europäischer Infrastruktur in Abhängigkeit von den jeweiligen nationalen Interessen- und Wirtschaftspolitiken seit der Zeit nationalstaatlicher Gegensätze bis zur heutigen Phase europäischer Integration. Es wird von der Annahme ausgegangen, dass die Intensität der Interoperabilität zwischen den Eisenbahnnetzen Resultat nationalstaatlicher technologischer Pfadabhängigkeiten und nationaler Eisenbahnpolitiken war, die als historisch gewachsene Probleme bis heute nachwirken. Anhand der Rekonstruktion der verkehrlichen Beziehungen zu den angrenzenden Territorien wird dies mittels Fallstudien untersucht. Im Mittelpunkt stehen die für den internationalen Verkehr notwendigen institutionellen Regelungen und Kommunikationsprozesse zwischen staatlichen Stellen und Transportunternehmen, die darüber Aufschluss geben, wie sich die grenzüberschreitende Kooperation im Eisenbahnwesen unter den politischen Konjunkturen und den sozialen, ökonomischen und kulturellen Entwicklungen der Moderne vollzog. Es werden wesentliche Erkenntnisse über die Rolle der Eisenbahn als Wirtschafts- und Kommunikationsfaktor erwartet, der ökonomische Beziehungen verbessern und den Austausch europäischer Kulturen im Rahmen einer spezifischen Reisekultur fördern konnte. Ein Drittmittelantrag bei der DFG wurde im Mai 2003 gestellt. Er sieht Mittel für die Beschäftigung für zwei bis drei wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen und entsprechende Sachmittel für drei Jahre vor.

Last updated on 2017-11-07 at 13:41