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Materialeffizienz und Ressourcenschonung: Unterstützung des umweltpolitischen Schwerpunkts durch Untersuchung von Stoffströmen, Branchen, Bedürfnisfeldern sowie Entwicklung von Strategien und Instrumenten


Project Details
Project duration: 05/200805/2010


Abstract
Wie gut wir leben und ob wir ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig produzieren und konsumieren, hängt stark an der Ressourcennutzung. Umweltbelastungen durch die Entnahme und Nutzung der Ressourcen, die damit verbundenen Emissionen und auch die Entsorgung von Abfällen führen direkt zu ökologischen und in der Folge auch zu sozialen und ökonomischen Problemen. Versorgungsunsicherheit, Ressourcenknappheit, die sich daran entzündenden internationalen Rohstoffkonflikte, hohe und stark fluktuierende Rohstoffpreise können außerdem zu starken ökonomischen und sozialen Verwerfungen in allen Ländern der Erde führen. Die Wettbewerbsnachteile, die durch eine ineffiziente Ressourcennutzung entstehen, gefährden die Entwicklung von Unternehmen und Arbeitsplätze.
Die aktuell hohen und stark fluktuierenden Rohstoffpreise erhöhen den Handlungsdruck in den Unternehmen zum Kostencontrolling, zu ressourcensparenden Innovationen, zur Substitution - auch von Rohstoffen durch Know-how. Durch die Erschließung von Kostensenkungspotenzialen verbessert sich die finanzielle Performance und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf den Inlands- und Auslandsmärkten. Kostensenkung durch eine optimale Nutzung der eingesetzten natürlichen Ressourcen, aber auch die gezielte Erschließung nachhaltiger Zukunftsmärkte - Inlands- und Exportmärkte - sind damit Schlüsselkonzepte auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften in ökonomischer, sozialer und ökologischer Hinsicht. Aber auch die anderen gesellschaftlichen Akteure und die Politik sind vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Probleme gefordert, Strategien zur Steigerung der Ressourceneffizienz zu entwickeln und zu unterstützen. Dabei sollten nicht nur Unternehmen und ihre Produktionsprozesse bzw. das Produktdesign im Fokus sein, sondern auch die Verbraucherseite (B2C, öffentliche Beschaffung, spezielle Verbrauchergruppen wie z.B. Armutshaushalte).
Die Steigerung der Ressourceneffizienz wird deshalb auch in der nationalen und internationalen Politik zunehmend zum Top-Thema (z.B. 3R-Initiative Japans auf G8-Ebene). Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) greifen diesen Impuls durch ihre Initiative Energie- und Ressourceneffizienz auf und betten sie in die Ökologische Industriepolitik mit ein.

Last updated on 2017-11-07 at 14:27